Kriminalität

Mutmaßlicher Asylbetrüger mit 1680 Euro im Slip aufgeflogen

Die Bundespolizei zog am Essener Hauptbahnhof einen Schwarzfahrer aus dem Verkehr und wunderte sich nicht schlecht.

Die Bundespolizei zog am Essener Hauptbahnhof einen Schwarzfahrer aus dem Verkehr und wunderte sich nicht schlecht.

Foto: Bundespolizei

Essen.   Bundespolizei zieht in Essen Algerier aus dem Verkehr, der ein Marokkaner sein wollte. 24-Jähriger hat wohl Asyl unter falschem Namen beantragt.

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Ein 24-jähriger Algerier hatte 1680 Euro in seiner Unterwäsche versteckt, doch für einen Fahrausweis wollte der Mann sein Geld offenbar nicht ausgeben. Deshalb flog er auf und seine Zugreise ging ordentlich in die Hose. Denn als Bundespolizisten den Schwarzfahrer am Mittwoch am Essener Hauptbahnhof überprüften, stellten sie „noch weitere erstaunliche Dinge fest“, so Bundespolizeisprecher Volker Stall.

Algerisches Dokument und Touristenvisum

Weil der 24-Jährige den Beamten keinen Ausweis vorzeigen konnte und zudem behauptete, sich als Tourist in Deutschland aufzuhalten, wurde er zur Kontrolle auf die Wache gebracht. Dort erklärte der Mann, dass er Marokkaner sei, was jedoch sein Reisepass widerlegte, den Beamte in seinem Rucksack fanden. In dem zweifelsfrei algerischen Dokument steckte auch noch ein gültiges Touristenvisum.

Zudem stellten die Beamten Dokumente eines Asylverfahrens sicher. Die Unterlagen waren jedoch nicht auf den tatsächlichen Namen des Schwarzfahrers, sondern auf seine marokkanische Alias-Identität ausgestellt. Der Mann, der nun unter dem Verdacht steht, Asyl unter falschem Namen beantragt zu haben, kam ins Polizeigewahrsam. Die Bundespolizei leitete gegen den Algerier ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ein.

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