Grüne Hauptstadt

Mooswände sollen Luft um Essener Hauptbahnhof verbessern

Der „City-Tree“ vor dem Hauptbahnhof soll die Luft filtern und die Feinstaubbelastung reduzieren.

Foto: Ulrich von Born

Der „City-Tree“ vor dem Hauptbahnhof soll die Luft filtern und die Feinstaubbelastung reduzieren. Foto: Ulrich von Born

Essen.   Die zwei „City-Trees“ reinigen die Luft rund um den Essener Hauptbahnhof wie 550 Bäume. Ein Projekt zur „Grünen Hauptstadt“.

Es grünt so grün im Hauptbahnhof: Zwei große Wände aus Moos sollen dort die Luft verbessern. Sie können laut der Deutschen Bahn, die mit dem Projekt Essen als „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ unterstützt, den Feinstaub in der Luft so filtern, wie 550 Bäume.

Die fast vier Meter hohen so genannten „City-Trees“ wurden am Dienstag unter anderem von Oberbürgermeister Thomas Kufen eingeweiht. Sie stehen bis Ende des Jahres auf dem Vorplatz und im Hauptbahnhof, in der grünen Wand draußen sind zusätzlich Bänke eingebaut. „Mit den Mooswänden haben wir nicht nur einen schönen Blickfang und eine Sitzmöglichkeit, sondern auch zwei ,Grüne Lungen‘ für den Essener Hauptbahnhof“, erklärte Kufen.

Messungen sollen zeigen, wie gut die Wände Luft filtern

Die Firma „Green City Solutions“ entwickelte die 25.000 Euro teuren Wände, die ab Ende April in elf Ländern stehen sollen. „Die besonderen Moose in den City-Trees nehmen Feinstaub und CO extrem gut auf und verwandeln sie in saubere Luft“, erklärt Peter Sänger, Mitgründer von „Green City Solutions“. So könne man sogar spüren, wie die Wände die Luft kühlen. Messungen sollen später zeigen, wie gut sie filtern.

Ein Wassertank unter dem Moos hält es frisch. „Diese innovative Idee zeigt, was man für besseren Klimaschutz alles ausprobieren kann“, sagt Kufen. Der Vorteil an den Mooswänden sei, dass am Hauptbahnhof keine Bäume gepflanzt werden können. „So kann man trotzdem draußen und sogar im Gebäude die Luft verbessern.“

Und wie finden es die Essener? Viele bleiben interessiert stehen und berühren das Moos. „Ich denke, es ist nett gemacht, und es wäre super, wenn die Wände die schlechte Luft im Hauptbahnhof wirklich verbessern würden“, findet Monique Hörl (32) aus Gerschede.

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