Wolf

Möglicher Wolf in Essen-Stadtwald? LANUV prüft Aufnahmen

Dieser Wolf lebt in einem Gehege im Tierpark Hexentanzplatz im Harz. Es handelt sich um ein Symbolbild.

Dieser Wolf lebt in einem Gehege im Tierpark Hexentanzplatz im Harz. Es handelt sich um ein Symbolbild.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Essen.  Beim LANUV sind Videoaufnahmen eingegangen, die angeblich einen Wolf in Essen-Stadtwald zeigen sollen. Das Landesamt prüft nun das Videomaterial.

Ein Video, das angeblich einen Wolf in Essen-Stadtwald zeigen soll, ist am Sonntag beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) eingegangen. Das Amt prüft nun gemeinsam mit den Experten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), ob es sich wirklich um einen Wolf handelt.

Naturschutzbund habe die offizielle Meldung beim LANUV eingereicht

Bislang habe das LANUV noch nicht alle Informationen zu den Aufnahmen, so Sprecher Wilhelm Deitermann. Vor allem sei dem Amt noch nicht klar, wer das Video aufgenommen habe. Der Naturschutzbund habe die offizielle Meldung beim LANUV am Sonntag eingereicht. Der Filmer solle sich bitte mit dem Landesamt in Verbindung setzen.

Die Wolfs-Experten prüfen nun, ob das Video authentisch ist und ob es wirklich in Essen-Stadtwald aufgenommen wurde. Bis zum Ende der Prüfung wolle man sich nicht konkret zu dem einzelnen Video äußern. Aber: Um so großstädtischer die Umgebung bei einer Sichtung sei, umso unwahrscheinlicher sei es, dass es sich bei dem Tier wirklich um einen Wolf handelt. Bei dem Tier könnte es sich beispielsweise um einen Husky oder einen Wolfshund handeln. Für den Laien sei ein Wolf nicht erkennbar.

Bereits 300 Meldungen über Wolfssichtungen in diesem Jahr eingegangen

In diesem Jahr sind bereits 300 Meldungen über Wolfssichtungen beim LANUV eingegangen. In den Jahren zuvor seien es immer zwischen 200 und 300 Meldungen gewesen. „Wir haben mehr Sichtungen durch die drei Wolfsgebiete“, so Deitermann. Hinzukomme die hohe mediale Aufmerksamkeit beim Thema Wolf. Generell sei das LANUV aber über jeden Hinweis froh.

Bis die aktuellen Aufnahmen ausgewertet sind, könne es zwischen zwei, drei Tage bis hin zu einer Woche dauern.

Zuerst hatte Radio Essen über den Fall berichtet und ein Video veröffentlicht.

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