Mit Deep Purple und Bon Jovi in die Konzertsaison

Borbeck.   Die Konzertsaison ist eröffnet. Traditionell spielte das Schönebecker Jugendblasorchester (SJB) zum Auftakt im großen Saal der Dampfbierbrauerei. Durch das Programm führte Marcus Freitag, Vorsitzender des Fördervereins.

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Die Konzertsaison ist eröffnet. Traditionell spielte das Schönebecker Jugendblasorchester (SJB) zum Auftakt im großen Saal der Dampfbierbrauerei. Durch das Programm führte Marcus Freitag, Vorsitzender des Fördervereins.

Mit dem (Vor-)Urteil, Blasmusik sei nur zum Schunkeln gemacht, räumten Dirigent Constantin Hesselmann und das SJB an diesem Abend auf. Sinfonische Blasmusik und Filmmusiken bildeten den Auftakt. Auch im zweiten Teil war an Schunkeln nicht zu denken. Deep Purple und ein Medley der Neuen Deutschen Welle ließen die Gäste eher im Takt mit den Füßen wippen oder sogar mitsingen.

Aufregend war das Konzert für Marie Breiderhoff, die nach Voll­endung ihres 25. Lebensjahres ihr letztes Konzert mit den Schönebeckern spielte. Ihre Karriere, ihr besonderes soziales Engagement und die tragende Säule, die sie mit ihrem Fagott im Orchester war, würdigte Franz Josef Gründges, der frühere langjährige Vorsitzende des SJB-Fördervereins.

Zuvor hatte der Nachwuchs den Abend eröffnet. Dorothee Wember dirigierte zuerst die Kleinsten beim SJB, die nach drei Stücken nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurden. Der größere und schon erfahrenere Teil des Nachwuchsorchesters begeisterte danach, ebenfalls unter der Leitung von Dorothee Wember, mit Filmmusiken von Hans Zimmer („Rain Main“, „König der Löwen“) und Stücken von Earth, Wind & Fire. Klara Michaelis überraschte nicht nur ihre Eltern, als sie aufstand und zum ersten Mal ein Solo mit ihrem Saxophon spielte. Bei einem Strauß von Hits aus den ­1980er Jahren rauchten im Publikum die Köpfe. Die Eltern an den Tischen überlegten, wer wohl als erster die Melodie erkennen würde. Das war genau die Musik ihrer Jugend: Michael Jackson, Cindy Lauper, Survivor und Bon Jovi.

Zum Abschluss wurde mit einem weiteren (Vor-)Urteil aufgeräumt, und zwar, dass junge Menschen keine Volkslieder könnten. Als Zugabe spielte das SJB „Kein schöner Land“ in einer gefühlvollen Interpretation mit einem überraschenden Trompetensolo. So schön hat man das alte Lied selten gehört, hieß es im Publikum.

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