Corona-Krise

Messegeschäft in Essen leidet noch stark unter Corona

Die Sanitär-Fachmesse SHK ESSEN muss nun doch abgesagt werden.

Die Sanitär-Fachmesse SHK ESSEN muss nun doch abgesagt werden.

Foto: Rainer Schimm/ / Messe Essen

Essen.  Die Messe Essen muss weitere Messen im September absagen. So finden die SHK und die Security nur als kleine Branchentreffs statt.

Die monatelange Zwangspause ist für die Messe Essen zwar seit einer Woche vorbei, doch das Messegeschäft bleibt mühsam. Es leidet noch immer stark unter Corona. So mussten die für September geplanten großen Fachmessen Security und Sanitär, Heizung und Klima (SHK) doch abgesagt werden. Stattdessen soll es in diesem Jahr als Ersatz nur kleine Branchentreffs geben, teilte die Messe auf Nachfrage mit.

Bei beiden Veranstaltungen habe den Ausstellern die Zeit gefehlt, das seit Mitte Juni geltende Hygieneschutzkonzept der Messe umzusetzen. „Die Aussteller brauchen aufgrund der hohen logistischen Anforderungen beider Großmessen mehrere Monate Planungsvorlauf, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegeben war“, erklärte die Sprecherin der Messe, Daniela Mühlen.

Messe-Aussteller kehren nur langsam zurück

Bei der SHK spielte offensichtlich aber auch eine entscheidende Rolle, dass die Aussteller noch sehr zurückhaltend auf die Messen zurückkehren. Dabei war wohl auch auch der jüngste Anstieg von Corona-Neuinfektionen im Land ausschlaggebend. So erklärte vor wenigen Tagen Messechef Oliver P. Kuhrt zur Absage der SHK: „Leider ist es uns – insbesondere aufgrund des jüngsten Infektionsgeschehens in NRW – nicht gelungen, eine ausreichende Anzahl von Ausstellern für das von uns angedachte Sonderformat der SHK Essen zu gewinnen. Wir konzentrieren uns daher nun ganz auf die nächste Ausgabe der SHK Essen im März 2022.“

Die SHK war im März mit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland auf Anfang September verschoben worden und sollte dann in einem kleineren Format stattfinden.

Gleiches gilt für die Sicherheitsmesse Security, die vom 22. bis 25. September terminiert war. Auch sie wird jetzt nur noch als kleiner Branchentreff über die Bühne gehen. „Diese Formate werden zwar keinen Messecharakter haben, dienen den Branchen aber zumindest als Treffpunkt und kleinerer Rahmen für einen persönlichen Austausch“, sagte Daniela Mühlen. Für den Security-Branchentreff 2020 am 22. September habe bereits NRW-Innenminister Herbert Reul zugesagt. An diesem Tag sollen Sicherheitsexperten bei einem Round-Table-Gespräch diskutieren.

Bridal Week war die erste Messe in Essen unter Corona-Bedingungen

Am vergangenen Wochenende war in Essen mit der Brautmodenmesse Bridal Week die erste Messe unter Corona-Bedingungen gestartet. Essen nahm damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Nach der Veranstaltung zog die Messe eine positive Bilanz. Es sei gelungen, auch unter den hohen Hygieneschutzauflagen eine Messe zu veranstalten.

Das Messegeschäft scheint derzeit allenfalls bei kleineren Messen wieder anzulaufen, wenn man sich den Messekalender im September und Oktober ansieht. Folgende Messen sind bislang geplant: all about automation (9. - 10.9.), Plastics Recycling WorldExpo (7. - 8.10.), Polymer Testing World Expo (7. - 8.10.), Plastics Extrusion World Expo (7. - 8.10.), Compounding World Expo (7. - 8.10.), GastroTageWest (11. - 13.10.). Bei solch kleinen Messen ist der Aufwand, die Hygienevorgaben umzusetzen, auf jeden Fall kleiner.

Noch keine Entscheidungen zur Mode Heim Handwerk und zur Essen Motor Show

Wie mit den im Herbst anstehenden großen Publikumsmessen verfahren wird, ist noch offen. Die Messesprecherin erklärte dazu: „Hinsichtlich der Mode Heim Handwerk werden wir nach Abstimmung mit den beteiligten Partnern Anfang August eine Entscheidung treffen. Für die Essen Motor Show wird dies Anfang September der Fall sein.“

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