Kunstmesse

Messe C.A.R. soll Zollverein zum hippen Kunststandort machen

Werben für die C.A.R. auf Zollverein v. li.): Die Organisatoren Karina Villenskaja, Thomas Volkmann, Theodor Grütter (Direktor Ruhr Museum), Silvia Sonnenschmidt und Dirk Koeberle.

Werben für die C.A.R. auf Zollverein v. li.): Die Organisatoren Karina Villenskaja, Thomas Volkmann, Theodor Grütter (Direktor Ruhr Museum), Silvia Sonnenschmidt und Dirk Koeberle.

Foto: Klaus Micke / FUNKE Foto Services

Essen.  Eine Messe ohne Stars, dafür mit Kunst zu erschwinglichen Preisen. Contemporary Art Ruhr versammelt rund 300 Künstler und Galerien auf Zollverein.

Kreativ, jung und international soll es auf dem Gelände der Zeche Zollverein zugehen: Künstler und Galerien aus Ländern wie Spanien, Serbien oder Südkorea präsentieren vom 25. bis 27. Oktober zeitgenössische Kunstwerke bei der Kunstbörse Contemporary Art Ruhr (zu deutsch: zeitgenössische Kunst Ruhr). Kurz: C.A.R.

Auf 5.500 Quadratmetern versammeln sich 60 Präsentationen und acht Sonderausstellung in fünf Zollverein-Hallen. Knapp 300 zeitgenössische Künstler und Galerien sind zu Gast bei der 13. Herbstausgabe der Kunstmesse. Und zwar aus allen Disziplinen: Malerei, Skulptur, Installationen, Grafik, Zeichnungen oder Fotografien. „Es ist uns wichtig, den gesamten Kunstmarkt abzubilden“, sagt Mitorganisatorin Silvia Sonnenschmidt. Die Ausstellungsstücke sollen zudem zu erschwinglichen Preisen zu erwerben sein, wie „C.A.R.“-Veranstalter Thomas Volkmann verspricht: „Es geht darum, Kunst näherzubringen, daher gibt es etwas für jeden Interessierten.“ Für Preise von 20 bis 50 Euro können Werke bereits den Besitzer wechseln.

Die Kunstmesse kann zum Sprungbrett werden

Dieses Credo gilt auch für Nachwuchskünstler aus der Region, so Volkmann: „Es gibt bei uns keine Stars, jeder hat das gleiche Standing.“ So präsentieren auch junge Talente, darunter etwa Folkwang-Absolventen ihre Werke. Prinzipiell sei das für alle Nachwuchskreativen möglich. Sie können sich bewerben, anschließend werde eine Auswahl getroffen. Für viele gestaltete sich die C.A.R. als internationales Sprungbrett. Eine junge Studentin stellte vor Jahren ihre Werke auf Zollverein aus. Bevor sie bei einer Kunstmesse in Los Angeles schließlich solvente Fans ihre Exponate fand. 15.000 Euro erhielt die junge Künstlerin, wie sich Volkmann erinnert: „Die C.A.R. hat ihr zu diesem Erfolg verholfen.“

Von jungen Kreativen erhofft sich Theodor Grütter, Mitglied im Zollverein-Vorstand nicht nur eine „internationale Vernetzung durch Kunst“. Das weltoffene Flair der Künstler soll auch in wirtschaftlicher Hinsicht Dynamik für die Region liefern. „Kreatives Potential ist im Ruhrgebiet zu wenig vorhanden“, beklagt Grütter. „Wir müssen noch mehr junge Künstler ansiedeln.“ Er scheue auch keinen Vergleich zu europäischen Metropolen wie Berlin: „Wachstumspotenziale sind da.“ Dafür habe man mit dem „Veranstaltungscampus“ Zollverein einen „hippen Kunststandort“ vorzuweisen.

Öffnungszeiten: 25. 10. (Eröffnung 20 Uhr), 26. 10. 12-20 Uhr, 27. 10. 11-19 Uhr. Zeche Zollverein (Hallen 2, 5, 6, 9, 12). Eintritt 12/erm. 10 Euro

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