Kilometer-König

Mercedes Kombi mit 535 500 km könnte Kilometer-König werden

Der Mercedes 270 CDI Kombi steht ihnen für „Urlaube, Familienbesuche, Kurztrips stets zur zuverlässigen Verfügung“, sagen Claus und Astrid Rübenstahl aus Überruhr, deren Wagen schon 535 500 km gefahren ist.

Foto: Christof Köpsel

Der Mercedes 270 CDI Kombi steht ihnen für „Urlaube, Familienbesuche, Kurztrips stets zur zuverlässigen Verfügung“, sagen Claus und Astrid Rübenstahl aus Überruhr, deren Wagen schon 535 500 km gefahren ist. Foto: Christof Köpsel

Essen  Claus Rübenstahl setzt sich bei der Suche nach Essens Kilometer-König auf Platz 1: Sein Mercedes hat bereits 535 500 km auf dem Tacho.

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. Wer bietet mehr?, habe ich vor einigen Wochen gefragt, und auf die stolzen 330 767 Kilometer verwiesen, die ich mit meinem Polo zurückgelegt habe. Tatsächlich konnten mich etliche Leser und Leserinnen überbieten, längst bin ich aus der Top Ten gerutscht, rangiere auf Platz 14. An die Spitze setzt sich nun Claus Rübenstahl, der mit seinem Mercedes 270 CDI Kombi 535 500 Kilometer gefahren ist.

Gebaut wurde der Mercedes im Jahr 2003, Rübenstahl hat ihn 2007 mit 100 000 km erstanden und „ausschließlich als Privatfahrzeug genutzt“. Da seine Kinder schon erwachsen sind, macht er die meisten Touren gemeinsam mit seiner Frau Astrid: Ob Urlaube, Familienbesuche oder Kurztrips – der Diesel „steht uns stets zur zuverlässigen Verfügung“. Die Rübenstahls setzen sich schon mal morgens ins Auto, fahren für einen Strandtag nach Eckernförde, einen Weihnachtsmarktbesuch nach Stuttgart oder nur so nach Paris – „und abends wieder nach Hause“.

„Man sieht ihm die vielen Kilometer gar nicht an“

Der Wagen habe die zweite Lichtmaschine, das Getriebe musste überholt werden, aber sonst laufe er einwandfrei. Ärger hatten sie nur einmal auf dem Weg nach Spanien, als nach der Pause am Rastplatz ein Reifen platzte: „Sofort kamen einige Leute angerannt, angeblich um zu helfen“, erzählt Rübenstahl. Tatsächlich entpuppten sich die Helfer als Trickdiebe, die Portemonnaies und Taschen aus dem Wagen stahlen. Sprich: Die vermeintliche Reifenpanne war offensichtlich inszeniert.

Weil das Auto so zuverlässig sei, „und man ihm die Kilometer nicht ansieht“, hält Rübenstahl an ihm fest. Mit Sorge beobachtet er lediglich die aktuelle Diskussion über Fahrverbote für Diesel: „Ansonsten fahre ich den, bis dass der Tüv uns scheidet. Denn mehr bietet mir ein Neuwagen auch nicht.“

Ähnlich treu ist auch Günter Mitzka, was seinen VW T4 angeht: Den Kleinbus, Baujahr 1994, hat sein damaliger Arbeitgeber als Firmenwagen angeschafft, doch dann ging die Firma in die Insolvenz. Mitzka machte sich selbstständig und übernahm den VW-Bus. „Ich fahre den jetzt seit 15 Jahren, er hat 506 108 Kilometer auf dem Tacho. Der Wagen ist robust, unverwüstlich – und erst Freitag ist er wieder über den Tüv gegangen.“ Mögliche Dieselfahrverbote müssen Mitzka nicht kümmern: Sein VW-Bus ist ein Benziner mit Katalysator und grüner Umweltplakette. Der 64-jährige Mitzka, der einen Kundendienst für Schweißmaschinen hat, hat seinem Auto deshalb versprochen: „Kamerad, wir beide gehen zusammen in Rente.“ Und es klingt nicht so, als sollte dieser gemeinsame Renteneintritt in allzu naher Zukunft sein.

Der Umwelt zuliebe: „Wer bietet weniger?“

Als ein Leserbriefschreiber kürzlich unseren Kilometer-Wettstreit kritisierte, fühlte sich Irene Pergher angesprochen. Der Umwelt zuliebe fragt sie: „Wer bietet weniger?“ Ihr Nissan Micra sei im Dezember 1992 erstmals zugelassen worden und bringe sie als „treuer Begleiter“ seit 25 Jahren überall hin, „wo ich zu Fuß nicht hinkomme“. Ganze 62 490 km hat das Auto in einem Vierteljahrhundert gemacht: Frau Pergher ist offenbar gut zu Fuß.

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