Gastronomie

„Mein Lokal, dein Lokal“: Dreharbeiten im Kettwiger Capofino

Es ist eng in der Küche: Angelo Capobianco (2. v.r.) hat Filmteam und die testenden Kollegen zu Gast in seinem Ristorante.

Es ist eng in der Küche: Angelo Capobianco (2. v.r.) hat Filmteam und die testenden Kollegen zu Gast in seinem Ristorante.

Foto: Stefan Arend

Essen-Kettwig.   Ein Filmteam dreht im Ristorante „Capofino“ eine Folge der Doku-Soap von „Kabel eins“. Mehr zum spannenden Kochwettstreit im laufenden Betrieb.

In der Küche des „Capofino“ ist es eng an diesem Vormittag. Neben den beiden Köchen und Inhaber Angelo Capobianco sind ein Kameramann, eine Regisseurin und auch einige Gastronomie-Kollegen zugegen. Das Kettwiger Restaurant nimmt an der Doku-Soap „Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?“ teil, in der innerhalb einer Woche fünf Restaurants in einem Wettbewerb gegeneinander antreten.

Beworben habe er sich nicht darum, sagt der 49-jährige Gastronom etwas verschwitzt, aber zufrieden lächelnd, „meine Adresse war wohl in der Kartei der Filmfirma“. Das ist die in Köln ansässige Good Times Fernsehproduktions-GmbH. „Wir wählen aus den Lokalen einer Stadt beziehungsweise einer Region Teilnehmer aus, die eine große Bandbreite an Speisen und Ambiente repräsentieren“, erklärt Jutta Kleinsteuber.

13. Staffel der Doku-Soap

Die Aufnahmeleiterin betreut die nunmehr 13. Staffel der Doku-Soap. Seit 2013 gibt es den Wettstreit der Lokale, bei dem sich die Gastronomen gegenseitig bewerten. Die Zuschauer können montags bis freitags ab 17.55 Uhr beim Sender „Kabel eins“ mitfiebern. Diesmal werden verschiedene gastronomische Stilrichtungen vorgestellt, das „Capofino“ aus Essen-Kettwig steht für die feine italienische Küche. Lokale in Duisburg, Bottrop, Castrop-Rauxel und Bochum offenbaren andere Gaumengenüsse. Welche, das möchte Jutta Kleinsteuber nicht verraten.

Auch die Speisen bleiben geheim. Nur soviel: Jeder Gastronom muss Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise zubereiten. Die Kollegen dürfen sich etwas aus der Karte aussuchen, „speziell etwas vorbereiten können wir da gar nicht“, berichtet der Kettwiger.

Tester vergibt bis zu zehn Punkte

Ein weiterer Knackpunkt: Das Ganze findet bei laufendem Betrieb statt. Da kann der georderte Gaumenschmaus vielleicht schon ausverkauft sein. Und ob es an diesem Tag im Lokal gerade voll ist oder nicht – die Kamera rückt den Köchen am Herd auf die Pelle und sorgt für zusätzliche Schweißperlen beim Personal.

Außerdem schaut auch noch Mike Süsser vorbei. Der Fernseh-Koch gibt ebenfalls eine eigene Benotung ab, darf den Teilnehmern im Gegenzug aber auch mit Ratschlägen zur Seite stehen, wie Aufnahmeleiterin Jutta Kleinsteuber erläutert.

Jeder Tester darf maximal zehn Punkte vergeben. Im ultimativen Küchen-Konkurrenzkampf fließen viele Aspekte in die Bewertung der Fachleute ein: das Essen, das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Ambiente, die Sauberkeit und der Service. Am Ende jeder Woche kann nur einer gewinnen. Angelo Capobianco ist guter Dinge und legt auch eine Spur Gelassenheit an den Tag bei den mehrstündigen Dreharbeiten. In den kommenden Tagen wird er die Kollegen testen – „und dann schauen wir mal!“

>> Preisgeld von 3.000 Euro lockt

In circa drei Monaten werden die Zuschauer Angelo Capobianco und sein Team vom „Capofino“ in Kettwig auf „Kabel eins“ sehen können. Die Sendung läuft montags bis freitags um 17.55 Uhr. Weitere Drehorte sind in dieser Woche Castrop-Rauxel, Bottrop, Bochum und Duisburg, wo wiederum Capobianco als Restauranttester mitwirkt.

Der Wettbewerb läuft über eine Woche, jeden Tag in einem anderen Lokal. Die jeweiligen Tester dürfen bis zu zehn Punkte vergeben. Die Frage der Fragen beantwortet sich am Ende der Woche: Wer wird mit dem „Goldenen Teller“ von „Kabel eins“ ausgezeichnet? Der Gewinner des Kochwettstreits bekommt ein Preisgeld von 3000 Euro.

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