Kommentar

Mehr Polizeipräsenz an Brennpunkten nötig

NRZ-Redakteur Michael Mücke kommentiert die Wirksamkeit von Überwachungskameras der Essener Polizei.

Foto: Philipp Wahl

NRZ-Redakteur Michael Mücke kommentiert die Wirksamkeit von Überwachungskameras der Essener Polizei.

Essen.   Die Essener Polizei braucht mehr Beamte, um Kriminalitätsschwerpunkte wirksam zu bekämpfen. Die Videoüberwachung ist kein Allheilmittel.

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Die Videoüberwachung am Rheinischen Platz ist bisher von der Essener Polizeispitze als Erfolg gewertet worden. Die Zahl der Straftaten ging zurück. Vor allem: Die Bürger fühlten sich dort wieder sicherer.

Mit der Kamera-Überwachung besteht aber auch die Gefahr, dass sich die verdrängte Rauschgift-Szene neue Plätze in unmittelbarer Nähe sucht. Insofern überraschen die jüngsten Beobachtungen über Deals zwischen Viehofer Straße und Schützenbahn nicht. Damit musste die Polizei rechnen. Darauf hat sie sich im Übrigen eingestellt.

Polizei-Videokameras sind kein Allheilmittel

Videokameras können nur ein Teil eines Sicherheitskonzeptes für einen Kriminalitätsschwerpunkt sein. Sie sind kein Allheilmittel. Sie ersetzen nicht die Arbeit der Fahnder und Streifenpolizisten vor Ort. Vor allem: Sie lösen nicht das Drogenproblem. Kein Junkie wird sich zu einem Entzug entscheiden, nur weil die Kameralinse der Polizei ihm auf die Nerven geht.

Der Polizei bleibt nichts anderes übrig, als auf stets aktuelle Veränderungen zu reagieren und sich auch strategisch fortlaufend neu aufzustellen. Das können im Ergebnis auch mehr Kameras sein. Noch besser wäre eine stärkere polizeiliche Präsenz.

Doch dafür müsste das Land dem Essener Präsidium mehr Stellen zuweisen.

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