Radwege

Marode Brücke in Essen für neuen Radweg abgerissen

Abbruchspezialisten zerlegen am Samstag die tonnenschweren Träger der alten Brücke Pferdebahnstraße.

Abbruchspezialisten zerlegen am Samstag die tonnenschweren Träger der alten Brücke Pferdebahnstraße.

Foto: Michael Korte

Essen.   Ersatzbrücke über der Pferdebahnstraße kommt im Frühjahr 2018. 1,7 km lange Radstrecke entlang der Gladbecker Straße (B 224) ist bald fertig.

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Die alte Brücke über der Pferdebahnstraße stammte aus den Nachkriegsjahr, war seit Jahrzehnten ungenutzt und zum Schluss nicht mehr zu reparieren. Am Samstag rückte eine Spezialfirma an und zerlegte sie in ihre Einzelteile. Ersatz ist in Sicht. „Die neue Brücke wird im nächsten Frühjahr über die Straße gelegt“, sagt Hermann-Josef Steins, der Radwegeplaner von Grün & Gruga.

Wo einst die Güterzüge der Kruppschen Ringbahn schwere Lasten transportierten, sollen sich demnächst Radfahrer und Fußgänger erholen. Der neue Radweg führt durch den Segerothpark und verbindet im ersten Bauabschnitt den Radschnellweg RS1 (Rheinische Bahn) mit der Bottroper Straße.

Grünzug Zangenstraße: Von der Innenstadt per Rad zum Welterbe

Die Vorarbeiten für den neuen Radweg sind weit vorangeschritten. Grün & Gruga hat die alten Schienen und Bahnschwellen entfernen und wild wucherndes Grün stutzen lassen. Der Brückenneubau samt Fußgänger- und Radweg ist Teil des Grünzugs „Zangenstraße“, der den Segerothpark mit dem Bahnhof Altenessen und letztlich die Innenstadt mit dem Welterbe Zollverein verbindet. Das Land trägt 90 Prozent der Kosten und schießt 460 000 Euro Fördermittel zu.

Eigentlich hätte die marode Brücke über der Pferdebahnstraße längst schon abgerissen sein sollen. „Aber die Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg am alten Widerlager hat einige Zeit in Anspruch genommen“, fügt Hermann-Josef Steins hinzu.

Die neue Stahlbrücke wird drei Meter breit sein. Weil die Widerlager breit genug sind, ließe sich die Brücke bei Bedarf problemlos verbreitern.

Neuer Radweg schafft Verbindung zum Rhein-Herne-Kanal

Zurzeit wird unter Hochdruck an einem 1,7 Kilometer langen Radweg gearbeitet: an der so genannten Magistrale Vogelheim. Eine relativ kurze Strecke, die zwischen der Bernebrücke und dem Abzweig Johanniskirchstraße auf der östlichen Seite entlang der viel befahrenen Gladbecker Straße (B 224) verläuft. Sie schafft im Norden die Verbindung zum Rhein-Herne-Kanal und schließt eine wichtige Lücke im langsam wachsenden Essener Radwegenetz.

Radwegeplaner Steins hofft, dass die Strecke noch in diesem Monat freigegeben werden kann. Zu den markantesten Punkten dieses Radweges zählt die alte Aral-Tankstelle in Höhe der Vogelheimer Straße, wo einst ein Gebrauchtwagenhandel untergebracht war. Die von der Stadt angepachtete Fläche ist aufgeräumt und ebenfalls von Wildwuchs befreit worden. Der Radweg verläuft unter dem Vordach der Tankstelle, der Graffiti-Künstlern ein schrilles, industrielles Äußeres verpasst haben.

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