Porträt

Magier verblüfft Publikum im Holsterhauser Zaubertheater

In seinem Zaubertheater, das er an der Holsterhauser Straße betreibt, präsentiert Ingolf Schmidt seit neun Jahren verblüffende Tricks. Das eine oder andere Kunststück verrät er auch in Seminaren an Laien

In seinem Zaubertheater, das er an der Holsterhauser Straße betreibt, präsentiert Ingolf Schmidt seit neun Jahren verblüffende Tricks. Das eine oder andere Kunststück verrät er auch in Seminaren an Laien

Foto: André Hirtz

Essen-Holsterhausen.   Ingolf Schmidt betreibt das Zaubertheater an der Holsterhauser Straße. Dort zeigt er klassische Illusionen. Wir haben ihm auf die Finger geschaut.

Wie macht er das bloß? Ingolf Schmidt lässt kleine rote Schaumbälle von Hand zu Hand gleiten, sie verschwinden in seiner Jackentasche – und tauchen urplötzlich unter einem vermeintlich leeren Becher wieder auf. Aus zwei zusammengeknoteten Tüchern werden haste-nicht-gesehen drei. Und die Nummer mit den ineinander verketteten Ringen, die untrennbar erscheinen, es aber nicht sind, gibt ebenfalls Rätsel auf.

Viko, wie sich Ingolf Schmidt mit Künstlernamen nennt, lächelt verschmitzt. Wenn sich in den Gesichtern der Zuschauer die Fragezeichen ablesen lassen – dann ist die Illusion gelungen. „Ich möchte die Menschen verblüffen und amüsieren“, sagt der 47-Jährige, der das Hobby aus der Jugendzeit nach einer Lehre als Werkzeugmacher ziemlich schnell zu seinem Beruf gemacht hat. Seit neun Jahren ist er nun mit seinem Zaubertheater an der Holsterhauser Straße ansässig.

Im Fenster des Ladenlokals lassen die Schrift Zaubertheater und die übergroßen Spielkarten vermuten, dass es im Inneren um geheimnisvolle Dinge geht. Der Raum dahinter ist ganz in Blautönen und sehr intim gehalten: 18 Sitzplätze gruppieren sich um einen halbrunden Tisch. Hinter diesem steht Viko. Ohne Assistentin, denn die Requisiten passen in einen Pilotenkoffer, den er neben sich platziert. „Ich habe keine großen Boxen, in denen Menschen verschwinden, und ich zersäge auch niemanden“, erklärt er schmunzelnd.

Der Zauberer verspeist Rasierklingen

Die Welt der großen Illusionisten à la Ehrlich Brothers kennt er wohl und schaut sie sich selbst auch gern an – selbst bevorzugt er aber das direkte Miteinander in seinem Zaubertheater. „Die Leute sind sehr nah dran und können in der Pause die Requisiten in die Hand nehmen und untersuchen.“

Zum Beispiel die Mini-Guillotine, die Zigaretten zerteilt, aber den Finger nicht. Oder die Spielkarten. Dass die von einem Zuschauer gekennzeichnete Karte immer wieder oben landet, obwohl sie willkürlich irgendwo in den Stapel gesteckt wurde – ein Phänomen, dem der versierte Gast selbst bei mehrmaligem Hinsehen nicht auf die Spur kommt.

Eine kleine Geschichte gehört dazu

Fingerfertigkeit gehöre zweifellos dazu, lässt sich Ingolf Schmidt entlocken. Und etwas Ablenkung. „Ich erzähle immer eine kleine Geschichte zu den Tricks. Das lockert auf.“ Selbst für die Rasierklingen, die nach und nach in seinem Mund verschwinden und die er verspeist, hat er eine Erklärung: Sie helfen gegen den Eisenmangel.

Schmidt, der regelmäßig auf Firmenevents und Geburtstagsfeiern zaubert, ist Mitglied im Essener Magierzirkel. Dort geht es vor allem um Erfahrungsaustausch. Um die 30 Tricks hat er in seinem Programm, das er immer wieder durch neue Effekte bereichert. Kaninchen und Tauben werde er allerdings nie aus dem Hut zaubern. „Tiere sind zu unberechenbar“, findet er und verlässt sich lieber auf seine flinken Hände.

>> Auch Laien können das Zaubern lernen

Wie auch Laien ihre Partygäste verblüffen können, das zeigt Zauberer Viko in Kursen. Am 15. April startet der nächste in der Zauberschule, Holsterhauser Straße 64.

Informationen über die Kursgebühren und alles weitere Wissenswerte gibt es auf www.zauberschule-essen.de im Internet oder unter Telefon 0201/458 439 82.

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