Parkplatznot

Lösung für Parkchaos im Krankenhaus-Umfeld gesucht

Ziemlich chaotisch geht es tagsüber am Alsenplatz in Huttrop zu. Dort suchen viele Mitarbeiter und Besucher der umliegenden Krankenhäuser Stellplätze.

Foto: Christof Köpsel

Ziemlich chaotisch geht es tagsüber am Alsenplatz in Huttrop zu. Dort suchen viele Mitarbeiter und Besucher der umliegenden Krankenhäuser Stellplätze. Foto: Christof Köpsel

Essen-Huttrop.   Die Bezirksvertreter diskutieren über den Bürgervorschlag, den Alsenplatz in Huttrop zur Einbahnstraße zu machen. Die Verwaltung ist dagegen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Parksituation rund um den Alsenplatz in Huttrop ist teilweise chaotisch. Mitarbeiter, Patienten und Besucher der umliegenden Einrichtungen wie Elisabeth-Krankenhaus oder Huyssensstiftung suchen dort täglich Parkplätze – eine Situation, unter der vor allem viele Anlieger leiden. So wandte sich eine Bürgerin mit diesem Problem an die Bezirksvertretung I. Ihr Vorschlag: Der Alsenplatz solle zur Einbahnstraße werden, um die Situation für Anlieger erträglicher zu machen.

Ob eine solche Regelung jedoch kommt, ist sehr fraglich. Die Verwaltung hatte sich mit dem Vorschlag der Bürgerin beschäftigt. Über das Ergebnis ihrer Prüfung werden die Bezirksvertreter in ihrer kommenden Sitzung am Dienstag, 20. März, 16 Uhr, im Rathaus am Porscheplatz beraten. Die Verwaltung wird dabei vorschlagen, die derzeitige Verkehrsführung in beide Fahrtrichtungen beizubehalten.

Probleme für Rettungsfahrzeuge im Einsatz

Die Bürgerin hatte nicht nur beklagt, dass Anwohner des Alsenplatzes tagsüber kaum Parkplätze fänden. Etliche Fahrzeuge würden zudem so abgestellt, dass Rettungsfahrzeuge im Einsatzfall nicht durchkämen, heißt es in der Vorlage für die Bezirkspolitiker. Die Verwaltung bestätigt, dass in dem gesamten Umfeld großer Parkdruck herrsche. Ein Grund dafür sei, dass viele Patienten und Besucher nicht auf die angebotenen privaten Parkplätze der medizinischen Einrichtungen zurückgriffen. Diese seien kostenpflichtig. Stattdessen nutzten die Besucher offenbar lieber die kostenfreien Stellplätze im öffentlichen Verkehrsraum.

„Eine Einbahnstraßenregelung könnte deshalb tatsächlich dazu führen, diesen Parksuchverkehr ein wenig einzudämmen“, so die Einschätzung der Verwaltung. Die Autofahrer seien in der Regel nicht bereit, größere Umwege in Kauf zu nehmen. Sollte allerdings die Einbahnregelung nur für den Alsenplatz gelten, wären keine größeren Umwege erforderlich, die die Autofahrer abhalten könnten. Mit einer deutlichen Verringerung des Parksuchverkehrs wäre also nach Einschätzung der Verwaltung nicht zu rechnen.

Einbahnregelung könnte Anwohner verärgern

Würde man jedoch auch die nahe gelegene Düppelstraße in eine Einbahnregelung mit einbeziehen – was zur Reduzierung des Parksuchverkehrs durchaus sinnvoll sei – treffe man auch die Anwohner mit dieser Maßnahme. Diese müssten dann auch mehrmals täglich größere Umwege in Kauf nehmen. „Der Unmut wäre sicherlich beträchtlich, vor allem bei denen, die über einen privaten Stell- oder Garagenplatz verfügen und von der Parkplatzproblematik nicht unmittelbar betroffen sind“, so die Verwaltung in ihrer Stellungnahme.

Alsenplatz wird als Spiel- und Bolzfläche genutzt

Eine Einbahnregelung berge zudem die Gefahr, dass schneller gefahren würde, weil die Autofahrer nicht mit Gegenverkehr rechnen müssten. Gerade diese Konsequenz sei in dem Bereich nicht erwünscht, weil sich auf dem Alsenplatz ja ein Spiel- und Bolzplatz befinde. Da auch die Polizei am Alsenplatz keinen Unfallschwerpunkt sehe, plädiere man für die Beibehaltung der bisherigen Regelung, heißt es in der Vorlage. Bleibt abzuwarten, wie das die Bezirkspolitiker sehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (7) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik