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Lions-Club: Entenrennen in Essen-Kettwig für den guten Zweck

Traditionell kommen die mehr als 1600 Enten der Kettwiger Entenjagd beim Herbst-Cup der KRG zum Einsatz. 2020 wird es anders sein.

Traditionell kommen die mehr als 1600 Enten der Kettwiger Entenjagd beim Herbst-Cup der KRG zum Einsatz. 2020 wird es anders sein.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Kettwig.  Der Herbst-Cup auf der Ruhr ist abgesagt. Aber der Lions-Club Cosmas et Damian hat eine Alternative für den Wettbewerb der Plastikenten gefunden.

Coronabedingt fällt der Herbst-Cup der Kettwiger Rudergesellschaft zwar aus, doch auf ihre gleichzeitig stattfindende Benefizaktion wollen die Aktiven des Essener Lions-Clubs Cosmas et Damian nicht verzichten: Aus der Entenjagd wird im zwölften Aktionsjahr deshalb ein Entenrennen. Denn aus den Erlösen des Losverkaufs soll wieder ein Jugendhilfeprojekt in Essen gefördert werden.

Der „böse Wolf“, der sich sonst immer mit dem DLRG-Boot oder auch einem großen Mähboot die Plastikenten auf der Ruhr gegriffen hat, wird diesmal definitiv Zuschauer bleiben. „Das wird unsere Kritiker sicher beruhigen“, sagt Entenrennen-Organisator Peter Fütterer lächelnd – mit Bezug auf die im vergangenen Jahr aufgekommenen Vorwürfe von Essener Tierschützern. Fütterer: „Dabei hatten wir dem Wolf als Gag schon eine Badekappe aufgesetzt, harmloser ging es eigentlich nicht.“

Bislang ist keine der über 1000 Plastikenten verloren gegangen

Im Corona-Jahr ist nun alles vollkommen anders. „Dieses Event hat immer mehrere tausend Zuschauer ans Ruhrufer gelockt. Das geht natürlich gar nicht mehr. Auch organisatorisch mit Absperrungen an und auf der Ruhr können wir das nicht stemmen“, erläutert Fütterer.

Also habe man bei den Lions nach gangbaren Alternativen gesucht. Schnell sei die Idee aufgekommen, einen Bachlauf für einen echten Renn-Wettbewerb zu nehmen. „Denn unsere Plastikenten, die wir vor zwölf Jahren angeschafft haben und von denen im Übrigen auch nie eine in der Ruhr verloren gegangen ist, gehören halt ins Wasser.“

Es gibt sieben Vorläufe mit den Enten im Bachlauf

Man habe dann Konzepte mit unterschiedlich großer Öffentlichkeit vorbereitet. „Entscheiden müssen wir letztlich kurzfristig auf Grundlage der Verordnungen und Bedingungen im Oktober“, betont Fütterer. Verraten könne er aber im Vorfeld zumindest folgendes: Das Entenrennen wird auf einem Privatgrundstück in Kettwig mit einer entsprechenden Hanglage veranstaltet. Und: Der Bachlauf wird dort mit Teichfolie geformt.

„Die nummerierten Enten treten auf dieser Strecke, die mit einigen Hindernissen gespickt sein wird, gegeneinander an“, so Fütterer und erklärt zum Prozedere: „In sieben Vorläufen werden die ersten Gewinner ermittelt, aber beim großen Finale stürzen die über 1000 gelben Badeenten ins Ziel.“ Gezeigt werden die Rennen als Video auf Facebook und Instagram. „Also selbst wenn wir keine öffentliche Veranstaltung daraus machen dürfen, zuschauen kann jeder!“

Gestaltungswettbewerb läuft jetzt an

Ein weiterer Clou: Der Lions-Club Cosmas et Damian ruft wieder zu einem Gestaltungswettbewerb von Plastikenten auf. Gegen eine Spende können die 30 Zentimeter großen Exemplare erworben und nach Herzenslust bemalt, beklebt oder anderweitig verschönert werden. Nur wasserfest muss das Ganze sein. „Diese Enten werden im Bachlauf als Schikane an den Rennen teilnehmen. Wir stellen die Künstler auch im Video vor“, erläutert Fütterer.

In früheren Jahren habe man dieses Projekt mit Schulen und Kitas schon mal gemacht, „das ist aber leider eingeschlafen“. Bei der Neubelebung können nun auch Betriebsteams, Straßengemeinschaften oder Familien am Wettbewerb „Kettwig sucht die Superente“ beteiligen. Der Gewinner darf dann an der Übergabe der Hauptgewinne aus dem Entenrennen teilnehmen und erhält eine besondere Ehrung, teilt der Lions-Club mit.

Die ersten Plastikenten seien im Übrigen schon eingetroffen. „Bestimmt finden sich noch weitere Leute, die gern zeigen möchten, wie kreativ sie sind – und die den guten Zweck fördern möchten“, ermuntert Lions-Mitglied Fütterer.

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