Lesart-Reihe dreht sich um deutsche Angst

Für die Neigung von uns Deutschen, sich zu ängstigen, sind wir im Ausland bekannt: Gerne ist sogar von „German Angst“ die Rede. Doch was ist dran an diesem Vorurteil? Die Sachbuch-Sendung „Lesart“ in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust, der WAZ und dem Schauspiel Essen, die am Dienstag, 11. Oktober, ab 20 Uhr im Café Central International des Grillo-Theaters aufgezeichnet wird, widmet sich dieser Frage. Unter dem Motto „Ein Land im Panik-Modus: Wie wir vor lauter Angst immer radikaler werden“ sprechen Ernst-Dieter Lantermann, Spiegel-Redakteur Jörg Schindler und WAZ-Kulturchef Jens Dirksen über Bücher, die sich mit dem Verhältnis von persönlicher Angst und der Radikalisierung der Gesellschaft beschäftigen. Lantermann stellt in „Die radikalisierte Gesellschaft. Von der Logik des Fanatismus“ (Blessing) die These auf, dass wir immer radikaler werden, sowohl in unseren oft verhängnisvollen Reaktionen auf politische Herausforderungen als auch im Alltag. Auch Schindler spürt den Gründen unserer Angst nach. In „Panikmache. Wie wir vor lauter Angst unser Leben verpassen“ (Fischer) beschreibt er, warum wir auch in unruhigeren Zeiten nicht panisch werden, sondern einen kühlen Kopf bewahren sollten.

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