Landtagswahl 2017

Layout-Panne bei Stimmzetteln wird für die Stadt Essen teuer

Im Wahlamt kann gewählt werden. Der erste Schwung an neugedruckten Stimmzetteln ist eingetroffen.

Im Wahlamt kann gewählt werden. Der erste Schwung an neugedruckten Stimmzetteln ist eingetroffen.

Foto: Sebastian Konopka

Essen.   Weil der Schriftzug der DKP zu klein ausgefallen war mussten 450 000 Stimmzettel neu gedruckt werden. Das Wahlamt rechnet mit 50 000 Euro Kosten.

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Die Layout-Panne beim Druck der Stimmzettel für die Landtagswahl am 14. Mai dürfte die Stadt Essen nach Einschätzung von Wahlleiter Ralf Lohse etwa 50 000 Euro kosten. Wie berichtet, müssen alle 450 000 Stimmzettel neu gedruckt werden, weil der Schriftzug der DKP kleiner ausgefallen war, als die der anderen Parteien. „Mit bloßem Auge war es kaum zu erkennen“, so Lohse. Dem Landeswahlleiter war es dennoch aufgefallen. Um auszuschließen, dass die Partei benachteiligt werden könnte, wurden die Druckmaschinen wieder angeworfen.

Betroffen von der Panne waren auch Köln, Aachen und Dortmund, die in derselben Druckerei in Mönchengladbach drucken ließen. „Ob jemand in Regress genommen wird, muss man sehen“, sagt Lohse. Der ordnungsgemäße Ablauf der Wahl habe erst einmal Vorrang.

Etwa 100 Wahlberechtigte haben schon gewählt

Der erste Schwung an nachgedruckten Stimmzetteln war am Donnerstag im Wahlamt am Kopstadtplatz eingetroffen. Etwa 100 Wahlberechtigte, so schätzt Lohse, haben dort seitdem ihre Stimme bereits abgegeben. „Da die Stimmzettel da waren, wollten wir niemanden abweisen“, sagt der Wahlleiter. Möglich ist die Stimmabgabe im Wahlamt ab dem kommenden Montag, 24. April, und zwar bis zum 12. Mai jeweils montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 16 Uhr.

Wer seine Wahlbenachrichtigung noch nicht bekommen hat: Spätestens am Samstag, 22. April, sollte die Karte im Briefkasten liegen. Andernfalls ließe sich unter 8812345 telefonisch Ersatz bestellen. Zur Not tun es auch der Personalausweis oder Reisepass.

Was sonst noch wichtig ist:

Briefwahlunterlagen

Wer seine Stimme schon vor dem Wahltag am 14. Mai abgeben will, sich den Weg ins Wahlamt aber ersparen möchte, kann per Brief wählen. Ein Antrag auf Briefwahl ist auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte abgedruckt.

Die Briefwahl kann jederzeit auch formlos unter der Adresse Stadt Essen, Wahlamt, 45111 Essen, beantragt werden. Benötigt werden Name, Adresse, Geburtsdatum und Unterschrift.

Möglich ist auch ein Antrag per Online-Formular unter www.essen.de/wahlen.

Wer seine Briefwahlunterlagen erhalten hat, diese aber verliert, kann nicht an der Wahl teilnehmen. Wer die Unterlagen trotz Antrag nicht erhalten hat, dem stellt das Wahlamt gegen eine eidesstattliche Erklärung neue Briefwahlunterlagen aus.

Wahlbriefe

Die ausgefüllten Wahlbriefe müssen rechtzeitig zurückgesandt werden und spätestens am Wahltag bis 18 Uhr beim Wahlamt eingehen. Wer spät dran ist, kann den Wahlbrief am Rathaus oder am Wahlamt in den Briefkasten werfen.

Wahlberechtigte

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am 14. Mai mindestens 18 Jahre alt sind, sofern sie seit mindestens 16 Tagen vor dem Wahltag in Essen mit Erstwohnsitz gemeldet sind. Das Wählerverzeichnis wird am 12. Mai geschlossen.

Heißer Draht ins Wahlamt

Für Fragen hat das Wahlamt unter 88 1234 eine Hotline geschaltet. Dort lässt sich auch erfragen, in welchem der 420 Wahllokale man seine Stimme abgeben muss – für den Fall, dass die Wahlbenachrichtigungskarte verlegt wurde.

Infos: www.essen.de/wahlen.

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