Asylpolitik

Landesregierung: Kein Anker-Zentrum in Essen-Fischlaken

Nach Auskunft der Landesregierung gibt es derzeit keine Überlegungen, am Standort der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) auf dem Gelände des ehemaligen „Kutel“ ein sogenanntes Anker-Zentrum einzurichten.

Nach Auskunft der Landesregierung gibt es derzeit keine Überlegungen, am Standort der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) auf dem Gelände des ehemaligen „Kutel“ ein sogenanntes Anker-Zentrum einzurichten.

Foto: Hans Blossey

essen.   Ministerium antwortet auf Kleine Anfrage der Grünen im Landtag. Essens Abgeordneter Mostofizadeh ist erleichtert: Unterbringung nicht zumutbar.

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Es gibt derzeit keine Überlegungen, am Standort der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) auf dem Gelände des ehemaligen „Kutel“ ein sogenanntes Anker-Zentrum einzurichten. Auch soll die EAE künftig nicht vorwiegend der dauerhaften Unterbringung von Flüchtlingen aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten dienen.

Dies stellte das NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration jetzt nach einer entsprechenden Anfrage des Essener Landtagsabgeordneten Mehrdad Mostofizadeh (Grüne) klar.

Grüne befürchten mehr Aggressionen in Großlagern

Mostofizadeh zeigte sich nach der Antwort der Landesregierung erleichtert: „Eine dauerhafte Unterbringung von Geflüchteten in der sehr abgelegenen Einrichtung auf dem ehemaligen ,Kutel’-Gelände ist generell nicht zumutbar. Deshalb ist es gut, dass die Landesregierung nicht plant, die Erstaufnahmeeinrichtung in Fischlaken in eine sogenannte Anker-Einrichtung umzuwandeln.“

Neben der generellen Kritik der Grünen, dass solche Großeinrichtungen eher Aggressionen steigern, wäre die Umwandlung einerseits ein „klarer Vertrauensbruch“ und andererseits auch baurechtlich nicht ohne Weiteres zulässig, so der Landtagsabgeordnete: „Wir hoffen, dass dies eine abschließende Klarstellung für den Standort in Fischlaken ist. Als Grüne fordern wir eine humane Flüchtlingspolitik und dazu gehört die dezentrale Unterbringung der Menschen in kleinen Einrichtungen oder Wohnungen.“ Die Landesregierung sagte zu, alle Nutzungsänderungen mit der Kommune abstimmen zu wollen.

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