Premiere

Theater Courage: Treuetest in der Schönheitsklinik

Gabi Dauenhauer und Birgit Daniel (Mitte) bringen Peter-Maria Anselstetter (links) und René Stockhausen (rechts) in der neuen Komödie „Ziemliczh beste Freundinnen“ in Verlegenheit.

Foto: Ulrich von Born

Gabi Dauenhauer und Birgit Daniel (Mitte) bringen Peter-Maria Anselstetter (links) und René Stockhausen (rechts) in der neuen Komödie „Ziemliczh beste Freundinnen“ in Verlegenheit. Foto: Ulrich von Born

Essen.   „Ziemlich beste Freundinnen“ feiert Premiere im Theater Courage. Wie die Komödie mit einem Treuetest Geschlechter-Klischees aufbrechen will

Freundschaft und Treue – das sind die Themen in der Komödie „Ziemlich beste Freundinnen“, das an diesem Donnerstag seine Premiere im Theater Courage feiert. Nach dem Stück „Männerhort“ sei es an der Zeit gewesen, ein Frauenstück zu schreiben, sagt Hauptdarstellerin und Autorin des Stücks, Gabi Dauenhauer.

Ähnlichkeiten im Titel zum Film „Ziemlich beste Freunde“ mit Omar Sy sind gewollt, auch wenn es keine Hommage sein soll. „Ich habe den Film gar nicht gesehen“, sagt Dauenhauer und lacht. Man möchte mit dem Titel natürlich Aufmerksamkeit erregen, so die Begründung.

Komödie hat nur wenig mit dem Filmpendant gemein

„Ziemlich beste Freundinnen“ hat tatsächlich nur wenig mit dem ähnlich lautenden Filmpendant gemeinsam: Ärztin Ute (Birgit Daniel) und Verkäuferin Cindy (Gabi Dauenhauer) teilen sich ein Zimmer in einer Schönheitsklinik. Nach anfänglichem Streit, freunden sich die zwei ungleichen Frauen an.

Aus einer Sektlaune heraus prüfen sie ihre Männer (Peter-Maria Anselstetter und René Stockhausen) gegenseitig in einem Treuetest. Doch der Plan läuft anders als gedacht. „Ich finde es furchtbar, dass es Treuetests gibt. Jeder Mensch ist irgendwo verführbar. Das ist moralisch nicht in Ordnung“, stellt Dauenhauer klar.

Klischees werden gebrochen

Dass sich die beiden Protagonistinnen in der Schönheitsklinik kennenlernen und die Männer auf ihre Treue getestet werden, mutet an, wie eine Aneinanderreihung von Geschlechter-Klischees. „Die Leute sollen sich wiedererkennen in dem Stück, aber diese Klischees werden im Verlauf des Abends gebrochen“, so Dauenhauer.

Rocker Hardy (gespielt von Peter-Maria Anselstetter) wirkt als Mann der aufgedrehten Verkäuferin Cindy nicht wie ein belesener Mensch. Tatsächlich ist Hardy aber großer Hermann-Hesse-Fan. Seine Gang namens „Steppenwolf“ ist ein Indiz dafür.

Die Termine

„Ziemlich beste Freundinnen“ ist die 77. Produktion im Theater Courage. Die Premiere ist am Donnerstag, 9. März. Weitere Termine: 10. / 11. März, 17./ 18. März; 28./29. April, 5./6. Mai. Karten: 0201/791466

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