Bühne

Neues Programm des Rathaus-Theaters mit viel Humor

Klingt verdammt gut, wenn Frauen in die Wechseljahre kommen: „Heiße Zeiten“ ist der Dauerbrenner im Repertoire.

Klingt verdammt gut, wenn Frauen in die Wechseljahre kommen: „Heiße Zeiten“ ist der Dauerbrenner im Repertoire.

Essen.  Im neuen Programm des Rathaus-Theaters ist viel Musik drin. Männliche Midlife Krise und unerfüllte Liebe sind gute Themen für schmissige Liederabende. Dazu kommen prominente Gäste wie „Wilsberg“ Leonard Lansink, Ilja Richter oder Hugo Egon Balder.

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Tragödie und Drama gibt es genug. Im Rathaus-Theater soll der Humor zu Hause sein. So will es das Publikum, und so steht es in der nächsten Spielzeit auch im Programm. „Wir spielen unsere Stärke aus, ein komödiantisches Haus zu sein“, sagt Theaterleiterin Melanie Berg. Bei zuletzt 81 Prozent Auslastung ist eben noch ein bisschen Luft nach oben. Und die wird das Publikum in der nächsten Spielzeit vor Lachen brauchen können.

Musik ist dabei Trumpf im Rathaus-Theater. So viele Liederabende gab es noch nie, zwei sind Uraufführungen. Was daran liegt, dass die Theaterdirektion Landgraf für dieses Sujet noch einen deutlichen Bedarf an deutschen Bühnen ausgemacht hat. So kehren nicht nur Publikumserfolge wie das Wechseljahre-Singspiel „Heiße Zeiten“ zurück (17. - 22.3., 15. - 20.7.) und „Motown“, der Überraschungserfolg der letzten Spielzeit (20. - 27. 10./ 4. - 8. u. 11. - 15.6.). Auch die Herren besingen jetzt ihre Midlife Krise in „Mann über Bord (4. - 16. 2.). Und zur musikalischen Paar-Therapie lädt die Ehe-Revue „Unbehandelt“ mit Welthits wie „Just a Gigolo“ (27.4. - 15.5.) Als Weihnachtsüberraschung XXL kommt der Dickens-Klassiker „A Christmas Carol“ auf die Bühne – vom 1. bis 28. Dezember in flottem Wechsel mit der Flatow-Komödie „Kundendienst“ über Lust und Frust des Vertreterlebens.

Noch nicht da gewesen

„Tutti Frutti“ war sein Markenzeichen. Die Beschäftigung mit Ananas und Banane hat Egon Hugo Balder inzwischen aufgegeben, um sich ganz dem Theater zu widmen. Mit der Heinersdorff-Komödie „Sei lieb zu meiner Frau“ präsentiert er sich erstmals in Essen. An seiner Seite spielt Dorkas Kiefer, Düsseldorferin und bald frischgebackene Mama. (29.12.- 30.1.). Mit „Blütenträume“, Lutz Hübners 2007 im Grillo-Theater uraufgeführten Komödie über einen „55 plus“-Flirtkurs gibt Saskia Valencia ihr Essen-Debüt (3. - 20. April).

Kalle Pohl gilt nicht unbedingt als der Typ Mann für gewisse Stunden. Als „Ein schöner Schwede“ weiß er die Damenwelt trotzdem zu überzeugen, vor allem Ex-Fernsehsprecherin Sybille Nicolai (28.10. - 15.11.).

Essener Gesichter

Dass alle Welt Leonard Lansink für einen Münsteraner hält, liegt an seiner Krimireihe „Wilsberg“. Eigentlich ist Lansink aber Essener. Mit Folkwang-Absolvent Heinrich Schafmeister hat er einen zweiten Essener an der Seite, wenn „Oscar und Felix“ ihre komische Männer-WG wieder im Rathaus-Theater eröffnen (17.2. - 3.3.). Als Fernseh-Fahnder ist auch der Essener Schauspieler Martin Lindow bekannt. Auf der Bühne hat er ein Händchen fürs gehobene Boulevard wie „Der Vorname“. Die französische Komödie um die Sprengkraft von Vornamen wie „Adolf“ war im Kino ein Hit. Vom 4. -16.3. spielt sie im Rathaus-Theater.

Publikumslieblinge

Wenn Herbert Hermann kommt, steht das Telefon nicht mehr still, weiß man im Rathaus-Theater. Jetzt schlägt der ewige Beau mit Partnerin Nora von Collande „Das zweite Kapitel“ auf, eine romantische Komödie um Paarkonflikte in der Lebensmitte (1. - 21.9.). Sie war die gute Seele der Praxis Bülowbogen und hat auch als Haushälterin ein Herz für alle Wehwehchen. Anita Kupsch spielt „Die Perle Anna“. Die „Tür-auf-Tür-zu“-Komödie ist ein Komödien-Klassiker (23.9. - 19.10.). „Licht aus, Spot an“. Der Satz ist ihm in die Vita gemeißelt. „Du kannst nicht immer 60 sein“, sagt Ilja Richter heute. Sein musikalisch-literarischer Abend ist ein Zusammentreffen mit Ulrich Michael Heissig, der die Schwester von Hildegard Knef gibt (24. bis 27.11., 18. bis 22. und 25. bis 29.6.).

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