gesamtschulen

Etwa jeder vierte Viertklässler will auf eine Gesamtschule

Lange Schlangen gab es zeitweise an der Gesamtschule Holsterhausen. Auch sie erfreut sich in jedem Jahr einer großen Beliebtheit.

Foto: Knut Vahlensieck

Lange Schlangen gab es zeitweise an der Gesamtschule Holsterhausen. Auch sie erfreut sich in jedem Jahr einer großen Beliebtheit. Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Stadtweit haben die Gesamtschulen rund 150 Anmeldungen mehr registriert, als freie Plätze zur Verfügung stehen. Nachfrage sehr unterschiedlich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Knapp 1200 Viertklässler sind in den vergangenen Tagen an den sieben Essener Gesamtschulen angemeldet worden. Freie Plätze gab es rund 1050 – somit übersteigt die stadtweite Nachfrage das Angebot an Gesamtschulen um etwa 150. Dieser Wert ist nach Angaben der Schulverwaltung etwas höher als im Vorjahr und dürfte den Plan der Stadt, im Jahr 2018 eine neue Gesamtschule in Stadtwald an den Start zu bringen, weiter nach vorne treiben. Im Gebäude der auslaufenden Gesamtschule Süd soll ab Sommer 2018, wie berichtet, eine neue Gesamtschule beginnen. Dem Vernehmen nach hat sich bereits ein Team gefunden, das jetzt anfängt, ein Konzept für die noch zu gründende Schule zu entwickeln.

Team für zu gründende neue Gesamtschule steht

Wie in den Vorjahren, gestaltet sich die Nachfrage an den einzelnen Gesamtschulen sehr unterschiedlich. Wieder registrierte die Frida-Levy-Schule in Stadtmitte die meisten Anmeldungen – trotz aller Diskussionen um den Zustand des Gebäudes und das Umfeld der Schule an der Hollestraße. Dorthin sollte zwischenzeitlich die Trinkerszene verlagert werden. Traditionell stark nachgefragt waren auch in diesem Jahr die Gesamtschulen Gustav Heinemann in Schonnebeck oder Holsterhausen.

Noch nicht bei den Eltern angekommen ist offenbar das künftige Konzept der Erich Kästner-Gesamtschule in Steele, sich als „Stadtteilschule“ aufzustellen. Die Anmeldezahl blieb, wie in den Vorjahren, hinter den Möglichkeiten der Schule zurück. Gleiches gilt für die Gesamtschule Nord, wobei der Wert der Gesamtschule Bockmühle mit 110 registrierten Anmeldungen bei manchen die Erwartungen übertroffen hat. Die Schule in Altendorf war nicht zuletzt wegen ihres schlechten baulichen Zustands häufig Gegenstand der Berichterstattung.

Baumängel: Bockmühle häufig in den Schlagzeilen

„Die Nachfrage zeigt, dass die Wahl der Gesamtschule eine reine Standort-Wahl ist“, sagt Ulrike Pelikan, die Sprecherin der Gesamtschulleiter. Das Ergebnis zeige, dass stadtweit durchaus Bedarf nach einer weiteren Gesamtschule bestehe – vor allem im Süden. „Auch wenn dort die Eltern bislang kaum wissen, was Gesamtschulen leisten.“

Jetzt beginnt das Umverteilen

Zu den erfolgreichsten Gesamtschulen in Essen zählt auch die kleinste – die Gesamtschule Borbeck hatte bereits am ersten der beiden Anmeldetage ihre Kapazität ausgeschöpft und muss, relativ gesehen, die meisten Kinder abweisen.

Bei der Anmeldung mussten Kandidaten auch Zweitwünsche angeben. Das große Verteilen findet am Donnerstag statt, sodass auch Schulen, die bislang zu wenige Schüler haben, zu Beginn des Schuljahres mit einigermaßen geschlossenen Reihen werden starten können.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik