Kindertagesstätte

Kita und Altenheim arbeiten in Rüttenscheid zusammen

Altenheim und Kita arbeiten zusammen: Tanja Sager (SkF), Markus Kampling (Kath. Pflegehilfe), Ute Bressler (St. Martin), Claudia Mandrysch (SkF), Lena Hosten und Claudia Hohn (Kita) mit Lotta, Rano und Koray (v.l.).

Foto: Knut Vahlensieck

Altenheim und Kita arbeiten zusammen: Tanja Sager (SkF), Markus Kampling (Kath. Pflegehilfe), Ute Bressler (St. Martin), Claudia Mandrysch (SkF), Lena Hosten und Claudia Hohn (Kita) mit Lotta, Rano und Koray (v.l.). Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Rüttenscheid.   Sozialdienst katholischer Frauen hat die Trägerschaft der Kita St. Martin in Rüttenscheid übernommen. Kooperation mit dem Seniorenheim nebenan.

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Im Bällebad geht es rund. Die Mädchen und Jungen der Elefantengruppe tauchen ein in das Meer aus bunten Kugeln. Und draußen, wo sich die Mäusegruppe der Kita St. Martin tummelt, wird laut gejuchzt. Einige Bewohner des benachbarten Altenheims St. Martin stehen auf ihren Balkonen, schauen sich das Treiben an und winken fröhlich herüber. Dass gleich nebenan ein Seniorenwohnheim liegt, war einer der Gründe für den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), die Trägerschaft der Kita an der Magdalenenstraße zu übernehmen. Die Zusammenarbeit gelingt.

„Es ist ein tolles Miteinander“, sagt Claudia Mandrysch, Geschäftsführerin des SkF Essen-Mitte. Der Verein hat mit Beginn des Kindergartenjahres im August die Trägerschaft für die Kindertagesstätte vom Kita-Zweckverband übernommen. „Hier hat sich über zehn Jahre eine Kooperation entwickelt, die sehr gut funktioniert.“ Dieses Konzept hat beim SkF Eindruck hinterlassen.

Junge Besucher malen mit den Senioren

Nicht nur zu Festen wie Karneval und Ostern oder im Advent starten die 45 Drei- bis Sechsjährigen den Senioren einen Besuch ab, singen und erzählen. Es gebe auch gemeinsame Projekte, zum Beispiel Malen, erzählen Kita-Leiterin Claudia Hohn und Ute Bressler, Leiterin des Seniorenzentrums. „Die Bewohner blühen dann immer richtig auf, wenn die Kinder da sind“, sagt Bressler. Die Zimmer hinaus zur Spielfläche seien sogar beliebter als die zum ruhigen Hof. „Kindertoben wird da nicht als störender Lärm empfunden, im Gegenteil.“

Die Mädchen und Jungen würden die Senioren ebenso als Bereicherung empfinden, ist der Eindruck von Kita-Leiterin Claudia Hohn. „Sie gehören zum Alltag. Das ist ja nicht mehr ganz so selbstverständlich in unserer Gesellschaft.“

U3-Betreuung in Planung

Zwei Vollzeit- sowie mehrere Ergänzungskräfte arbeiten in der Kita. Alles nur Frauen. „Es wäre toll, wenn wir Männer im Team hätten. Auch die männliche Lebenswelt gehört ja zur Erziehung dazu“, sagt Hohn. Das kann SkF-Fachdienstleiterin Tanja Saga nur unterstützen: „Bewerber sind gern gesehen.“

Darüber hinaus plant die Kindertagesstätte, im nächsten Jahr mit eine U3-Betreuung zu starten. Dafür werden bauliche Veränderungen an der Kita notwendig, bei deren Realisierung die Katholische Pflegehilfe als Vermieterin helfen möchte. Danach herrscht noch mehr Trubel neben dem Seniorenheim. Und die Bewohner wird das wohl freuen.

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