Kita-Neubau

Kita Elisenstraße feiert Richtfest

Feiern das Richtfest der neuen Kita: Leiterin Eva Klein (l.) gemeinsam mit Kita-Kindern, Grünenpolitiker Rolf Fliß (Mitte) und OB Thomas Kufen.

Feiern das Richtfest der neuen Kita: Leiterin Eva Klein (l.) gemeinsam mit Kita-Kindern, Grünenpolitiker Rolf Fliß (Mitte) und OB Thomas Kufen.

Foto: STEFAN AREND

Frillendorf/Ostviertel.   Der Rohbau der heilpädagogischen Kita Elisenstraße steht. Im Herbst 2019 ziehen dort die 70 Kinder der maroden Kita Waterfohrstraße ein.

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Die neue heilpädagogische Kita an der Elisen­straße feiert Richtfest: In dem Haus für knapp sechs Millionen Euro werden auf rund 2000 Quadratmetern zukünftig insgesamt 70 Kinder betreut. 40 der Jungen und Mädchen haben einen besonderen Förderbedarf. Noch besuchen sie die zwei Kilometer entfernte Einrichtung an der Waterfohrstraße, die die Stadt jedoch wegen des enormen Sanierungsbedarfes abreißen wird.

Schimmel und Asbest in der alten Kita

Vor rund zwei Jahren wurden dort gravierende Mängel bekannt. Die Liste reichte etwa von PCB, schwarzem Schimmel, Brandschutzmängeln, zeitweise beeinträchtigtem Trinkwasser bis Asbest. Die 70 Kinder zogen laut zuständiger Behörde zwar in unbelastete Räume, Kenner der Kita jedoch zweifelten die Baufälligkeit an: Immerhin sei das Gebäude laufend modernisiert worden.

Die Probleme seien teilweise hausgemacht, da wegen des Grundwassers eigens Pumpen installiert worden seien, beschrieb ein Kritiker. Diese seien jedoch eine Zeit lang nicht mehr genutzt und gewartet worden. Nachdem die Pumpen wieder ordnungsgemäß in Betrieb genommen wurden, waren auch die Messergebnisse wieder unauffällig. Politiker hinterfragten daher die Neubaupläne. Die Stadt aber hielt daran fest: Der Neubau sei wirtschaftlicher als eine Sanierung, das habe eine Machbarkeitsstudie ergeben.

Keine Bodenbelastung am neuen Standort Elisenstraße

Der Umzug wird aller Voraussicht nach im Herbst 2019 über die Bühne gehen. Bis dahin muss auch das Grundstück rund um das zweigeschossige Haus, das direkt neben dem Betriebshof der Entsorgungsbetriebe Essen liegt, kind- und behindertengerecht gestaltet werden. Hier gebe es keine Bodenbelastung oder andere Altlasten, versichert Stephanie Frevel von der städtischen Immobilienwirtschaft. Lediglich eine Zentnerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bei den Ausschachtungsarbeiten gefunden und entschärft.

Auch wenn Erzieher, Kinder und Eltern mit einer Träne im Auge die großzügige Kita Waterfohrstraße verlassen, langsam aber sicher freuen sie sich auch auf das neue Haus. „Wir sind seit Beginn der Planungen mit eingebunden, durften bei der Gestaltung der Räume mitwirken“, sagt die Kitaleiterin Eva Klein. „Jede der sechs Gruppen hat drei Räume, dazu haben wir Therapieräume für unsere Logopädin, die Physiotherapeutin und den Ergotherapeuten.“ Dazu gibt es noch ein extra Elternzimmer, einen großen Bewegungsraum, und, als Clou, eine Wellnessoase mit großer schmetterlingsförmiger Badewanne. „Dort können besonders unsere Kinder mit Mehrfachbehinderungen erste Erfahrungen mit Wasser machen.“

Ein rollstuhlgerechtes Trampolin auf der Wunschliste

Bis es soweit ist, muss nicht nur der gesamte Innenausbau fertiggestellt werden. Eva Klein hofft auch, dass sie dann ihren Kindern einen besonderen Wunsch erfüllen kann: „Wir wollen im Außenbereich ein rollstuhlgerechtes Trampolin installieren. Die Hälfte des Geldes haben wir bereits durch Spenden eingenommen, für die andere Hälfte haben wir einen Antrag bei der Bezirksvertretung gestellt.“

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