Cat Carlo

Kettwigs Cat Carlo hat jetzt ein Zuhause auf Lebenszeit

Nach der Augen-OP ist Cat Carlo auf dem Weg der Besserung. Beatrix und Kai Höngesberg kümmern sich liebevoll um den hübschen Stubentiger.

Nach der Augen-OP ist Cat Carlo auf dem Weg der Besserung. Beatrix und Kai Höngesberg kümmern sich liebevoll um den hübschen Stubentiger.

Foto: Reiner Worm

essen-kettwig.   Happy End für Cat Carlo. Am 1. März rettete die Kettwigerin Ines Gofferjé den todkranken Kater. Sie fand für ihn ein Zuhause auf Lebenszeit.

Cat Carlo ist ein vierbeiniger Star. Mehrere Fernsehsender haben sich mit seinem Schicksal beschäftigt, er hat eine eigene Facebookseite, und ein Buch über seinen Leidensweg ist in Arbeit. All die Aufregung erträgt der Kater mit stoischer Ruhe. Trotz eines herben Rückschlags. In der vergangenen Woche musste ihm das stark entzündete rechte Auge entfernt werden. „Wir hoffen, dass jetzt das Schlimmste überstanden ist.“

Beatrix Höngesberg und ihr Mann Kai hatten Cat Carlo direkt am 1. März aufgenommen – „als ich ihn das erste Mal gesehen haben, war ich schockverliebt. Er wird auf jeden Fall bei uns bleiben. Hier hat er definitiv ein Zuhause auf Lebenszeit.“ Und eine perfekte Rundum-Betreuung. An diesem Sonntag liegt Carlo entspannt auf einer weichen grauen Decke auf der Fensterbank. Mit Blick auf die Kirchfeldstraße, mitten in der Kettwiger Altstadt. Familie Höngesberg ist sehr tierlieb, im Zimmer leben auch noch zwei Kaninchen. „Die haben hier auch Freilauf, aber das interessiert Carlo überhaupt nicht“.

Als Carlo gefunden wurde, war er völlig unterernährt

Wenn Ines Gofferjé den Kater damals nicht gefunden und sofort zur Tierklinik gebracht hätte, hätte er die Nacht nicht überlebt. Nur zweieinhalb Kilogramm wog er, war völlig unterernährt. „Und seine linke Vorderpfote war irgendwann mal gebrochen und nie behandelt worden“, weiß Kai Höngesberg.

Fast fünf Kilo wiegt Cat Carlo jetzt – „aber da ist noch Luft nach oben. Die Tierärzte glauben, dass ein bisschen Norwegische Waldkatze in ihm steckt. Wenn man sich die mächtigen Tatzen anschaut, kann das wohl sein. Und die werden bis zu neun Kilo schwer.“

Das Auge musste alle zwei Stunde behandelt werden

Den Verlust des Auges nimmt der Kater mit großer Gelassenheit hin. Alle zwei Stunden musste Beatrix Höngesberg die Entzündung mit Salbe behandeln. „Aber da er unter der Katzen-Immunschwäche leidet, konnte sein Körper irgendwann nicht mehr ankämpfen. Aber das andere Auge ist völlig okay.“

Zum Haus der Familie gehören auch noch die beiden Hunde Moritz und Sammy – und die schwarze Katze Linchen. Das Trio ist in Kettwig wohlbekannt, denn wenn Beatrix Höngesberg mit den Hunden Gassi geht. ist Linchen immer mit dabei. Sie bildet das Schlusslicht. „Und sie ist nie weggelaufen, geht immer brav mit uns spazieren.“

Bislang kostete die Rettung des Katers 2500 Euro

Noch schläft Cat Carlo bei Beatrix Höngesberg im Bett – und im Schlafzimmer steht auch die Katzentoilette. „Das wollen wir natürlich so schnell wie möglich ändern, aber in der Zeit, in der es ihm so schlecht ging, brauchte er Nähe. Und er ist ein sanftes Lamm geworden.“

Die vielen Untersuchungen, die OP und unzählige Medikamente gehen mächtig ins Geld. So rund 2500 Euro habe die Rettung des Katers wohl bislang gekostet. „Einiges konnte aus Spendengeldern finanziert werden“, sagt Kai Höngesberg, „aber die sind aufgebraucht. Und es kommt sicherlich noch Einiges auf uns zu.“ Nicht wirklich ein Problem, „dann geht man mal nicht in die Disco, verzichtet halt. Hauptsache Carlo geht es gut.“

  • 482 User folgen dem Schicksal von Cat Carlo auf der Facebook-Seite unter www.facebook.com/cat.carlo.catwig.
  • Wer für die medizinische Versorgung des Kater spenden möchte, macht das unter paypal.me/catcarlo.

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