Rathausplatz Kettwig

Zwei Pläne für Rathausplatz Kettwig - und keine Entscheidung

Befürworten ein Gesamtkonzept - für Rathaus und Rathausplatz: (v.l.) Heinz Schnetger (HVV-Ausschuss Stadtplanung), HVV-Vorsitzender Martin Kryl und Peter Marx (HVV-Ausschuss Stadtplanung).

Foto: Marie Heibach

Befürworten ein Gesamtkonzept - für Rathaus und Rathausplatz: (v.l.) Heinz Schnetger (HVV-Ausschuss Stadtplanung), HVV-Vorsitzender Martin Kryl und Peter Marx (HVV-Ausschuss Stadtplanung). Foto: Marie Heibach

essen-Kettwig.   Die beiden Architektenpläne für die Neugestaltung des Kettwiger Rathausplatzes sind noch nicht auf dem Weg zu den zuständigen Ämtern.

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Noch liegen die beiden Vorschläge zur Umgestaltung des Kettwiger Rathausplatzes in der Schublade. Diskutiert wird das Thema allerdings seit mehr als drei Jahren – und das sehr kontrovers.

Der Bezirksvertretung IX wurden die Architektenpläne vorgestellt, aber „wir sind noch in der Findungsphase. Die BV hat sich abschließend noch für keinen Entwurf entschieden“, sagt die für die BV IX zuständige Verwaltungsbeauftragte Brigitte Harti.

Dezernent fordert „einheitliche Willensbildung“

Vorschlag eins: Derweil wirbt der Verein „Wir in Kettwig“ mit dem Vorsitzenden Otto-Leonard Peus um Spenden zur Realisierung der Pläne des Architektenteams Fütterer / Furtenhofer / Lilienfeld. Rund 12 000 Euro seien bereits zugesagt. Und Peus sieht gute Chancen, „dass bis Ende des Jahres der Betrag zusammengekommen ist, den man der Stadt Essen als Starthilfe anbieten möchte“.

Dabei ist noch keine Entscheidung für einen der beiden Vorschläge gefallen – weder bei der BV (siehe oben) noch bei der Stadt, der die Pläne ja noch gar nicht vorliegen. Im Rahmen einer Bürgerversammlung hatte Essens Planungsdezernent Jürgen Best im Februar eine „einheitliche Willensbildung“ gefordert. Auf die richtungsweisenden Vorschläge aus Kettwig wartet das städtische Planungsamt allerdings immer noch.

Auf einer sachlichen Ebene diskutieren

Vorschlag zwei: Für die gestalterischen Ideen des Planerteams Nemitz / Sandmann setzt sich der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig ein. Peter Marx und Heinz Schnetger sind beide im HVV-Ausschuss Stadtplanung und Standortpflege aktiv. Auf einen Unterschied zwischen den Vorschlägen weist Heinz Schnetger hin: „Wir möchten einen Platz, der eine größere Aufenthaltsqualität hat – der andere Vorschlag sieht eine großflächige Nutzung vor. Auf jeden Fall wichtig ist die Tatsache, dass beide Entwürfe einen barrierefreien Rathausplatz planen.“ Man könne von jeder Stelle jede Stelle erreichen – „die Tatsache verschwimmt in allen Diskussionen. Wir wollen das Thema unbedingt auf eine sachliche Ebene bringen“, sagt Peter Marx. Man dürfe den Platz nicht isoliert betrachten, sondern müsse auch das Rathaus in all seinen Qualitäten nutzen. Heinz Schnetger: „Das Rathaus verfällt immer mehr. Es muss dringend ein Nutzungskonzept her.“

Thema steht nicht oben auf der Prioritätenliste

Was der Heimatverein von der Stadt erwartet, ist schnell formuliert: „Wir brauchen eine Strategie oder besser noch ein Verfahren, wie man mit den erreichten Ergebnissen umgeht“, sagt Peter Marx. „In beiden Ideen, die ja auf die Initiative von Bürgern zurückzuführen sind, steckt viel Arbeit. Und das muss sich in der künftigen Gestaltung auch wiederfinden.“

Für den Kettwiger CDU-Ratsherrn Guntmar Kipphardt ist die Tatsache, dass „den Stadtplanern noch keine Entscheidung aus Kettwig vorliegt, schlicht Verhinderungspolitik. Klar ist auch, dass das Thema Rathausplatz nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht. Ich will mich aber auf jeden Fall dafür einsetzen, dass es weitergeht.“

Heinz Schnetger formuliert für den Heimatverein den Status quo: „Wir stehen mit unserem Engagement am Ende. Jetzt muss die Stadt entscheiden.“

Alle Details zu den beiden Vorschlägen auf den Internetseiten www.wirinkettwig.de und www.rathausplatz-kettwig.de

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