Skulpturenpark

Zwei neue Objekte für den Skulpturenpark in Essen-Kettwig

Miriam Giessler und Hubert Sandmann (rechts) und Norbert Pielsticker mit den Entwürfen „Fisch vermählt“ (l.) und „Ein Tuch für Kettwig“.

Miriam Giessler und Hubert Sandmann (rechts) und Norbert Pielsticker mit den Entwürfen „Fisch vermählt“ (l.) und „Ein Tuch für Kettwig“.

Foto: Thomas Gödde

Essen-Kettwig.   Ein Viertel der erforderlichen 100 000 Euro sind beisammen. Das Projekt des Heimatvereins Kettwig startete 1985. Wie alles anfing.

14 Werke gehören mittlerweile zum Skulpturenpark Kettwig – und eines davon wurde vor genau 30 Jahren im Zentrum Kettwigs aufgestellt. Im Juli 1988 erhielt die Breklosku (Breite, klobige Skulptur) von Werner Graeff ihren Platz vor dem Rathaus des Stadtteils.

Eigentlich sollte sie dort als Leihgabe nur ein Jahr lang stehen. Doch der Besitzer, der Kettwiger Unternehmer Hans Grimberg, schenkte sie kurz vor seinem Tod dem Heimat- und Verkehrsverein Kettwig (HVV).

Vor allem das Engagement der Kettwiger Künstlerin Marianne Kühn hatte 1985 zum HVV-Projekt Kettwiger Skulpturenpark geführt. Über die Jahre konnte es mehr und mehr erweitert werden. Zu den Skulpturen gehören u.a. „Ungestörtes Wachstum“ von Eckhard Schichtel vor dem Bürgerzentrum Alter Bahnhof Kettwig (aufgestellt im Jahr 2003), der Weberbrunnen von Wolfgang Liesen auf dem Tuchmacherplatz (1992) und das Tapfere Schneiderlein von Carl Emanuel Wolff auf dem Märchenbrunnenplatz (2008).

Benefiz-Reihe erbrachte 2000 Euro

An der Erweiterung des Projektes wird derzeit mit Nachdruck gearbeitet. Unter dem Arbeitstitel „Zwei Neue für Kettwig“ sammelt der HVV Spenden für die geplanten Skulpturen „Ein Tuch für Kettwig“ von Norbert Pielsticker und „Fisch vermählt“ von Miriam Giessler und Hubert Sandmann. Die Kosten für beide Skulpturen liegen in etwa gleicher Höhe bei je 50 000 Euro. Mit einem Spendenstand von etwa 22 500 Euro ist mittlerweile fast ein Viertel der erforderlichen Summe beisammen.

Allein 2000 Euro erbrachte im vergangenen Februar die zweite Auflage der Benefiz-Reihe „Kettwig on stage“. Unter dem Motto „Kettwiger Musiker für den Kettwiger Skulpturenpark“ fand ein Klassikkonzertabend in der Kirche am Markt statt.

Weitere Aktion folgt im Herbst

Die nächsten Schritte auf dem Weg zum Ziel erklärt Peter Marx vom HVV: „Für den Herbst ist eine weitere Aktion geplant. Bürger können Kunst, die sie nicht mehr benötigen, über uns veräußern. Die Hälfte des Erlöses geht dann an das Projekt ‘Zwei Neue’. Diese Aktion wird kuratiert, im Internet präsentiert und im November mit einer tollen Auktion im Alten Bahnhof zum Abschluss gebracht. Außerdem werden wir uns an alle relevanten Stiftungen wenden.“

Außerdem sind alle Kettwiger nach wie vor zum Spenden aufgerufen, „so wie jenes Ehepaar, das in der vergangenen Woche bei einer privaten Feier im Schlosshotel Hugenpoet für die Skulpturen sammelte – statt sich Geschenke zu wünschen“, sagt Peter Marx.

>> Der Arbeitskreis

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts mitten im historischen Stadtkern und an den Ufern der Ruhr – so präsentiert sich der Skulpturenpark Kettwig seit seiner Gründung im Jahr 1985.

Der Arbeitskreis Skulpturenpark Kettwig im HVV wird von Katrin Engelhardt geleitet. Alle weiteren Infos gibt es unter skulpturenpark.kettwig.de.

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