38. Werdener Weihnachtsmarkt

Werdener Weihnachtsmarkt von der Altstadt bis zur Ruhr

Dichtes Gedränge herrschte nicht nur Eröffnung auf dem Werdener Weihnachtsmarkt.

Foto: STEFAN AREND

Dichtes Gedränge herrschte nicht nur Eröffnung auf dem Werdener Weihnachtsmarkt. Foto: STEFAN AREND

Essen-Werden.   Ein großer Wurf ist dem Werdener Werbering mit dem 38. Weihnachtsmarkt gelungen. An allen Tagen war das Fest in der Altstadt gut besucht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Groß war das Gedrängel vor dem Werdener Rathaus. Die offizielle Eröffnung des 38. Weihnachtsmarktes fiel dementsprechend kurz aus, damit das bunte Treiben endlich beginnen möge. Doch zuvor regte Bezirksbürgermeister Michael Bonmann noch zum Nachdenken an: „Große Versandhändler kümmern sich nicht um den Stadtteil, verstopfen nur mit ihren Lieferwagen die Straßen. Seien Sie ihren lokalen Händlern dankbar, dass sie solch einen schönen Markt auf die Beine stellen.“

Foodtruck bewegte die Gemüter

Auf dem Rathaus-Balkon spielten die Bläser für die festlich gestimmten Zuhörer. Der Foodtruck von „du & ich“ zog die Blicke auf sich. Stilbruch oder lobenswerter Einzug der Moderne? Dieser graue Küchenwagen bewegte jedenfalls die Gemüter. Mali Sirin hatte in seinem Biergarten ein Lagerfeuer entfacht, es gab Fisch und Glühwein, gute Gespräche, eine wunderbare Erweiterung des Weihnachtsmarktes bis hin ans Ruhrufer.

Die Rüttenscheider Designerin Lidija von Oepen feierte mit ihrem selbstgefertigten Schmuck ein kleines Jubiläum: „Wir dürfen hier zum zehnten Mal zu Gast sein. Die Werdener sind ein höchst angenehmes Publikum, weil sie so offen sind. Deshalb sind wir diesem Markt treu geblieben.“ Das Kunsthandwerkerzelt auf dem Posthof war beliebte Anlaufstelle der an außergewöhnlichen handgemachten Geschenken interessierten Gäste.

Platz für ehrenamtliches Engagement

Traditionell ist in Werden auch Platz für ehrenamtliches Engagement. So waren die Hütten von Lions Club, Tierheim Velbert, Unicef, von Plan International oder Förderverein St. Ludgerus umlagert. Im Haus Fuhr sammelte der Männertreff mit Waffeln und Schmalzstullen zu Gunsten des Frauenhauses. An verschiedenen Orten verblüfften Tänzerinnen des Gymnasiums Werden mit ihrem Flashmob „O du fröhliche…“

Der Neue Werdener Chor lud zum offenen Mitsingen an der Grafenstraße. Verstärkung gesucht: 0201/4099620 – oder einfach zur Probe kommen, ab dem 15. Januar wieder montags um 20 Uhr im Bürgermeisterhaus.

Nikolaus grüßt in der Hufergasse

Am Sonntagmorgen erwachte das Städtchen weißgepudert, in der Hufergasse wartete der Werdener Nachwuchs. Oben aus dem Fenster winkte ein rotgekleideter Herr. Fast schien es, er wolle zu den Kindern herabschweben, nahm dann aber doch profan die Treppe. Paula war eine der ersten, die reich beschenkt der Mama berichten konnte: „Der Nikolaus war aber nett…“

Schönste Hütte gefunden

In allen Buden lagen Teilnahmekarten zur Wahl der schönsten Weihnachtshütte aus, als Gewinner wurde der farbenfrohe Stand der „Geschwister Afrikas“ erkoren. Weil es keinen verkaufsoffenen Sonntag geben durfte, hatten am Samstag 35 Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet. WerbeRing-Vorsitzender Andreas Göbel sah in diesem verkaufslangen Samstag eine beeindruckende Geste der Solidarität. Göbel wies auch darauf hin, dass an allen weiteren Adventssamstagen etliche Geschäfte bis 18 Uhr geöffnet haben werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik