Gastronomie

Werdener Kult-Wirt Pino Mammone übernimmt die „Arche Noah“

Das Team der Werdener Traditionsgaststätte „Arche Noah“ am Klemensborn: Pino Mammone (r.) und Chefkoch Adriano Porcu.

Das Team der Werdener Traditionsgaststätte „Arche Noah“ am Klemensborn: Pino Mammone (r.) und Chefkoch Adriano Porcu.

Foto: Socrates Tassos

essen-Werden.  Pino Mammone wird am Donnerstag, 2. Mai, das Werdener Traditionslokal „Arche Noah“ wieder eröffnen. Eine gute Nachricht für Kneipengänger.

Pino ist wieder da! Der Gastronom Giuseppe Mammone, den in Kettwig und Werden alle nur Pino nennen, macht erneut einen eigenen Laden in Werden auf. Mit der Arche Noah am Klemensborn 68 hat er von den noch bestehenden Gaststätten die mit der größten Tradition im Stadtteil übernommen, gibt es die Arche doch schon seit bald 50 Jahren. Am Donnerstag, 2. Mai, soll es bereits losgehen mit der neuen Arche.

Zahlreiche Kneipengänger beklagten den großen Verlust für die Szene rund um die Folkwang-Hochschule, als Mammone Ende Juni 2017 die nur wenige Schritte von der Arche Noah entfernte Pino-Thek nach dreieinhalb Jahren ganz plötzlich dicht machte. Nach Differenzen mit dem Vermieter und seinen damaligen Geschäftspartnern, die in diesem Februar die Vinothek in den Räumlichkeiten der ehemaligen Pino-Thek eröffnet hatten, warf Pino Mammone seinerzeit das Handtuch und arbeitete fortan als Koch in der Etuf-Gastronomie am Baldeneysee.

Eine Mischung aus Abendlokal und Bar

Dabei hatte seine Pino-Thek innerhalb kürzester Zeit regelrechten Kult-Status erreicht, da sie sich unter Folkwang-Studenten und alteingesessenen Werdenern großer Beliebtheit erfreute und stets rappelvoll war.

Die Mischung aus Abendlokal und Bar, in der auch regelmäßig Jazz-Sessions stattfanden, sorgte für eine außergewöhnliche Atmosphäre, zu der auch die Einrichtung mit ihren verspielten Accessoires und seltenen Einzelstücken beitrug. „Ich hatte in den vergangenen zwei Jahre immer vor, mich möglichst schnell wieder selbstständig zu machen“, sagt der 49-Jährige, „und ich wollte das auf keinen Fall woanders als in Werden tun. Da musste ich natürlich erst einmal warten, bis ich eine geeignete Location gefunden hatte.“

Mammone leitete die „Arche“ von 2010 bis 2012

Als vor gut zwei Monaten Vincenzo Capperelle die Arche aufgab, schlug Mammone zu. „Das war genau das, was ich gesucht hatte.“ Klar, immerhin war ihm das Traditionslokal bestens bekannt – er hatte die Arche bereits von 2010 bis 2012 geleitet.

Zwei Monate schwerer Arbeit mit kompletter Renovierung der betagten Räume liegen inzwischen hinter ihm und seinem Arche-Partner und künftigen Chefkoch Adriano Porcu. Die Grundstruktur mit dem gemütlichen wie charakteristischem Gebälk der Kneipe wird erhalten bleiben, die urige Aufmachung mit den hunderten, holzgerahmten Schwarz-Weiß-Fotos aus der damaligen Pino-Thek soll künftig auch in der Arche Noah für wohlige Behaglichkeit sorgen.

Die Küche wird bis Mitternacht geöffnet sein

„Im Grunde wird es ein bisschen die Pino-Thek in der Arche“, sagt Pino Mammone und lächelt, „aber wir werden am alteingesessenen Namen dieses traditionellen Lokals nichts ändern, das wäre ja Wahnsinn.“

Doch auch in anderer Hinsicht wird die Arche der früheren Pino-Thek ähneln. Geöffnet ist ausschließlich abends, die Küche wird bis mindestens Mitternacht geöffnet und frische mediterrane Speisen (plus der unvermeidlichen Burger) im Angebot haben. Und auch das „Open End“ wird ein typisches Merkmal sein, Nachtschwärmer dürften also voll auf ihre Kosten kommen. „Wir wenden uns mit der neuen Arche allerdings nicht nur an Studenten“, betont Mammone, „wir wünschen uns Besucher jeden Alters.“


>>IN DER „ARCHE“ KANN ES AUCH MAL SPÄTER WERDEN

  • Geöffnet ist die Arche Noah täglich ab 18 Uhr bis mindestens 1 Uhr. „Es kann und wird aber sicherlich auch mal 3 Uhr oder noch später werden“, sagt Pino Mammone. Sonntags ist Ruhetag.
  • Womöglich wird es auch später wieder die montäglichen Live-Sessions in der Arche Noah geben.

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