Gastronomie

Werdener Gastronom wagt im Clubhaus des WTB einen Neuanfang

Fausto Piccinno und  Ramona Olteanu wagen im Clubhaus der WTB-Tennisabteilung am Viehauser Berg einen Neuanfang.

Foto: Christof Köpsel

Fausto Piccinno und Ramona Olteanu wagen im Clubhaus der WTB-Tennisabteilung am Viehauser Berg einen Neuanfang. Foto: Christof Köpsel

Essen-Fischlaken.   Nach vielen Rückschlägen: Von der Forstmannstraße ziehen Ramona Olteanu und Fausto Piccinno zum Viehauser Berg. Das Restaurant eröffnet im April.

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Immer wieder aufstehen: Ramona Olteanu und Fausto Piccinno haben spätestens in Werden das Kämpfen gelernt. Die Gastronomen hatten sich mit ihrer feinen Frischeküche und erlesenen Weinen im italienischen Restaurant „Vita Pazza“ in der Forstmannstraße über drei Jahre ein treues Stammpublikum erarbeitet.

Dabei hatten sie stets mit diversen Widrigkeiten zu tun, im Herbst des vergangenen Jahres kam es dann knüppeldick: die Kündigung. Ende November war endgültig Feierabend, weil der Besitzer das Haus mit der imposanten Gründerzeitfassade dringend sanieren muss und zwischenzeitlich sogar einen Abriss des Gebäudes in Erwägung gezogen hatte. Sehr bald jedoch kehren Olteanu und Piccinno zurück in „ihr“ Werden, genauer gesagt: nach Fischlaken. Im April eröffnen sie am Viehauser Berg ihr neues Restaurant.

Sturm Ela zerstörte die Terrasse

„Wir fühlen uns in Werden sehr wohl und haben hier viele Freunde und Stammkunden“, sagt der 42-Jährige, „deswegen war es für uns klar, dass wir dort auf jeden Fall weitermachen wollen.“ Dass sie ihre Gäste im „Vita Pazza“ immer bei der Stange halten konnten, war angesichts der „kleinen Unglücke“, von denen sie heimgesucht wurden, schon beinahe erstaunlich. Zunächst zerstörte der Jahrhundertsturm Ela am Pfingstmontag 2014 die komplette Terrasse des Gasthauses. Beim Versuch, die riesigen Sonnenschirme mit Beginn des Sturmes in Sicherheit zu bringen, knallte einer der Schirme Ramona Olteanu auf den Rücken. Schwere Prellungen und die Behandlung im Krankenhaus waren die Folge.

Wenig später waren die Propstei- und Forstmannstraße, die wichtigsten Zufahrten zum Restaurant, wegen Kanalbauarbeiten über ein halbes Jahr gesperrt, „für einige Zeit stand ein riesiger Container direkt vor unserem Laden“, erinnert sich Olteanu, „da gab es soviel Schmutz und Dreck, dass wir unsere Terrasse im Sommer teilweise nicht nutzen konnten.“ Die beiden gaben nicht auf, „wenn es auch schwer war“, räumt Piccinno ein, „und wir vor allem während der Straßenbauarbeiten Umsatzrückgänge in Kauf nehmen mussten.“

Landestypische Pizzen

Fündig geworden sind sie bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten schließlich bei der Tennisabteilung des Werdener Turnerbundes. Das mitten im Grünen gelegene Clubhaus am Viehauser Berg 109, wird nun zum Ristorante „Viehauser Berg da Ramona e Fausto“. „Natürlich sind wir dann für alle und nicht nur für Clubmitglieder da“, betont Fausto Piccinno. Aus seiner apulischen Heimat wird ein spezieller Steinofen für die landestypischen Pizzen importiert, und dann soll’s noch eine kleine Zusatzkarte mit ein deutschen Gerichten geben.

„Am meisten freue ich mich auf den Sommer“, sagt Piccinno, „wenn wir unsere Terrasse mit Blick auf die grünen Felder nutzen können. Die ist ja doch weitaus größer als im alten Vita Pazza.“

>> Eröffnung ist am 7./8. April

Die offizielle Eröffnung des Restaurants am Viehauser Bergist am 7./8. April. Die Fassade des Hauses Forstmannstraße 27, in dem Ramona Olteanu und Fausto Piccinno fast vier Jahre das „Vita Pazza“ betrieben haben, ist inzwischen gerettet. Ein Komplettabriss des Gründerzeithauses wurde von der Denkmalbehörde untersagt.

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