Rathausplatz

Verein sammelt Spenden für den Rathausplatz-Umbau in Kettwig

Otto-Leonhard Peus und Beate Furtenhofer von der Arbeitsgruppe Rathausplatz des Vereins „Wir in Kettwig“ sammeln Spenden für die Anschubfinanzierung.

Otto-Leonhard Peus und Beate Furtenhofer von der Arbeitsgruppe Rathausplatz des Vereins „Wir in Kettwig“ sammeln Spenden für die Anschubfinanzierung.

Foto: André Hirtz

Kettwig.   Der Verein „Wir in Kettwig“ hat eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe gegründet. Die sammelt Spenden für den Umbau. Was es damit auf sich hat.

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Der Verein „Wir in Kettwig“ möchte die Unterstützung der Kettwiger Bürger für einen neuen Rathausplatz koordinieren und hat begonnen, Spenden bzw. Spendenzusagen zu sammeln. Am Infostand am Märchenbrunnen klären am Samstag, 23. Juni, von 10 bis 13 Uhr Mitglied Otto-Leonhard Peus und die Architekten Klaus-Peter Fütterer und Beate Furtenhofer über das Vorhaben auf.

„Seit über zwei Jahren wird nun schon über die Platzgestaltung diskutiert. Es soll endlich voran gehen“, erklärt Otto-Leonhard Peus gegenüber dieser Zeitung. Die Bürgerversammlung im Sengelmannshof im Februar mit Stadtdirektor und Planungsdezernent Hans-Jürgen Best ist Peus noch gut in Erinnerung: „Bei der Veranstaltung hat Best sich ganz klar geäußert und den Rathausplatz als blödesten Platz im Essener Stadtgebiet bezeichnet. Und der ist ja wirklich nicht gerade schön.“

Geld oder Arbeitsleistungen

Verstehen kann er den Stadtdirektor aber noch in anderer Hinsicht: „Es gibt in den anderen Stadtteilen natürlich noch mehr Erneuerungsbedarf.“ Insofern stehe Kettwig nicht an erster Stelle. „Also müssen wir Kettwiger aktiv werden.“ Es habe sich eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, die den Kettwigern Gelegenheit bieten werde, Geld oder Arbeitsleistungen für das Projekt zu spenden, um eine erste Finanzierung sicher zu stellen.

Planungsgrundlage ist der Vorschlag der Gruppe von Lilienfeld/Furtenhofer/Fütterer, der auf der Versammlung im Februar große Zustimmung erfahren habe. „Dieser Entwurf stellt die Barrierefreiheit in den Vordergrund. Das ist vielen Bürgern wichtig“, merkt Peus an. Planungsergänzungen und Abwandlungen seien natürlich möglich. „Wir sind realistisch, was die Verwirklichung angeht. Ein Prozess, der sicher bis 2021 dauern wird.“

Schon 900 Spendenzusagen in der ersten Stunde

Gesammelt werden sowohl kleine Barspenden, als auch zweckgebundene Spendenzusagen. Und ein erstes Zwischenergebnis am Freitagvormittag gibt es auch schon. Architekt Fütterer: „Das Interesse ist sehr groß. In einer Stunde haben wir 900 Spendenzusagen bekommen.“

Unterstützer erhalten eine Anstecknadel mit dem neuen Logo der Arbeitsgruppe, das den stilisierten Platz zeigt: Umfasst vom grünen Rahmen der Bäume und dem historischen Rathaus liegen der zentrale, elliptische Platzbereich und der Märchenbrunnen in Blau. Peus: „Jetzt können die Kettwiger zeigen, wie wichtig die Erneuerung des Rathausplatzes ist.“ Bis zur Fertigstellung sei noch viel Detailarbeit und Organisation zu stemmen. „Gemeinsam sollte das aber klappen!“

>> Verein hat schon mehrere Projekte umgesetzt

Informationen zu der Sammelaktion und den bisher vorliegenden Plänen gibt es im Internet unter www.wirinkettwig.de.

Dass der Verein solche Projekte mit den Kettwigern anpackt und umsetzt, hat er schon bewiesen. Erst vor zwei Jahren wurde der Brunnen am Denkmal vor der ev. Kirche wieder in Betrieb genommen. Ein weiteres Projekt ist am Schmachtenberg ein Rosengarten auf einer Brache.

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