Gute Schule 2020

Umkleide in der Kettwiger Schmachtenbergschule wird saniert

Die Turnhalle der Schmachtenbergschule wurde bereits saniert. Ingo Bittner und Hacer Aliusta (Immobilienwirtschaft), Architekt Lothar Jeromin und Mitarbeiterin Erika Monasterios de Hertel zeigen das Ergebnis.

Die Turnhalle der Schmachtenbergschule wurde bereits saniert. Ingo Bittner und Hacer Aliusta (Immobilienwirtschaft), Architekt Lothar Jeromin und Mitarbeiterin Erika Monasterios de Hertel zeigen das Ergebnis.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Kettwig.  Während der Ferienwochen sind die Arbeiten für den Umbau angelaufen. Für Eine Maßnahme aus dem Programm „Gute Schule 2020“. Ein Besuch vor Ort.

Leise surrt die Lüftung in der Turnhalle der Schmachtenbergschule. Angenehme 22 Grad herrschen hier, während draußen das Thermometer die 35-Grad-Marke schon überschritten hat. Bespielt wird die Turnhalle in den Ferien nicht, doch nebenan im Umkleidebereich ist dafür umso mehr Betrieb. Dort werden gerade Sanierungsarbeiten durchgeführt: im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“.

Für 350.000 Euro werden die maroden Umkleiden in den kommenden Monaten auf Vordermann gebracht. Damit wäre dann die Sanierung des Sportbereichs in der Kettwiger Grundschule endlich komplett, erklären Ingo Bittner von der städtischen Immobilienwirtschaft und Architekt Lothar Jeromin.

Aufnahme in das Förderprogramm kam im Frühjahr

Denn bei der Einweihung der Turnhalle (sie wurde 2018 für 1,13 Millionen Euro runderneuert) im Februar 2019 stieß Oberbürgermeister Thomas Kufen auf die wenig erbauliche Situation im benachbarten Umkleidebereich. Die Immobilienwirtschaft bemühte sich deshalb um eine Aufnahme auch dieser Sanierungsmaßnahme in das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW. Mit Erfolg.

Dabei wurde gleich ein neuer Grundriss erarbeitet. „Mädchen und Jungen erhalten getrennte Bereiche und auch die Lehrer bekommen eine Umkleide“, erklärt Architekt Lothar Jeromin. Überdies sind Duschen geplant. „Das wird alles sehr modern und komfortabel“, ist sich Ingo Bittner sicher, „auch wenn das jetzt hier noch sehr wüst aussieht.“

Schadstoffhaltiges Baumaterial wurde entfernt

Doch bevor die tatsächlichen Umbauten mit dem Einziehen neuer Wände vonstatten gehen können, mussten erst einmal die alten Verkleidungen, Bodenbeläge, Fliesen und Putze ab. Eine nicht ganz einfache Sache, „denn bei Erstellung des Gebäudes wurden asbesthaltige Materialien verwendet“, sagt Bittner, betont aber im gleichen Atemzug: „Die Schadstoffe waren verbaut, nicht in der Atemluft und deshalb ungefährlich. Lediglich beim Herauslösen der Putze von den Wänden waren Atemmasken und Schutzanzüge für die Arbeiter erforderlich.“

Bis in die 1970er Jahre hinein seien Asbest und PCB als hitze- und witterungsbeständige Bestandteile in Baustoffen gebräuchlich gewesen, erläutert Bittner weiter. „Wie gefährlich das ist, hat man da noch nicht gewusst.“

Die Ertüchtigung des Umkleidebereichs werde noch bis voraussichtlich März 2020 dauern, schätzt Architekt Lothar Jeromin. So lange müssen sich die Mädchen und Jungen der Schmachtenbergschule noch gedulden und das Umziehen für den Sportunterricht in den Klassenräumen erledigen.

Hallenboden der Turnhalle wurde saniert

Immerhin ist der missliche Zustand, für die Sportstunden ins Werdener Löwental ausweichen zu müssen seit Februar beendet. Zur Erinnerung: Im April 2017 war die eigene Halle wegen der schon zwei Jahre zuvor festgestellten gravierenden Baumängel gesperrt worden; ein Jahr später begannen erst die Sanierungsarbeiten.

Mit Hilfe der Fördermittel wurden der Hallenboden und der Prallschutz saniert. „Außerdem wurden die Fenster ausgetauscht, die Lüftung erneuert, die Aufhängung für die Geräte und einiges mehr“, zählt Architekt Jeromin auf. Nur die energetische Fassadendämmung fehle. Sie komplettiere demnächst die Maßnahme.

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