Schmachtenbergschule

Turnhalle der Schmachtenbergschule bleibt vorerst gesperrt

Die Turnhalle der Schmachtenbergschule in Essen-Kettwig bleibt vorerst gesperrt.

Die Turnhalle der Schmachtenbergschule in Essen-Kettwig bleibt vorerst gesperrt.

Foto: Christof Köpsel

essen-Kettwig.   Geregelter Sportunterricht ist an der Schmachtenbergschule in Essen-Kettwig nicht möglich – seit April 2017 ist die Halle komplett gesperrt.

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Im April 2017 wurde die Turnhalle der Schmachtenberg-schule mit sofortiger Wirkung geschlossen. Umfangreicher Sanierungsbedarf war und ist der Grund. Bis heute kann die Halle nicht genutzt werden. Doch schon seit 2015 wurde die Nutzung wegen der maroden Hallendecke eingeschränkt.

Jetzt scheint Entspannung in Sicht, denn „mit Stand Januar geht die Immobilienwirtschaft von einer Fertigstellung im dritten oder vierten Quartal 2018 aus. Genauer lässt sich das im Rahmen der laufenden Planungen erst im Februar oder März sagen. Die Maßnahme hat begonnen, das Architekturbüro ist mit der Planung beauftragt“, erklärt Hannah Hettinger, Pressereferentin der Stadt Essen, auf Nachfrage dieser Zeitung.

840 000 Euro betragen die Baukosten

840 000 Euro betragen die Gesamtkosten der anstehenden Maßnahmen – dies entspricht der Fördersumme aus dem Topf „Gute Schule 2020“. Und die Mängelliste ist auch entsprechend lang: Fertigstellung der Decke im ehemaligen Lehrschwimmbecken (unter dem Sportboden), Prallschutz an den Geräteraumtoren, Behebung von Putzschäden in den Wänden, Fassadenarbeiten, Arbeiten an den technischen Anlagen und Farbanstrich der Umkleidekabinen.

Der traurige Ist-Zustand in Kettwig: Es gibt drei Grundschulen – und derzeit nicht eine einzige Sporthalle mehr. Die Halle der Schule an der Ruhr am Mintarder Weg ist für die Kinder nicht nutzbar, und am Standort Gustavstraße gibt es keine Halle.

Sportunterricht im Werdener Löwental

Die Kinder der Schmachtenbergschule müssen zum Beispiel in die Sporthalle ins Werdener Löwental ausweichen. Schülervater Jan Peter Cirkel: „Normalerweise stehen drei Stunden Sport pro Woche auf dem Stundenplan – derzeit sind es nur noch zwei. Und wenn man die Anfahrt und das Aus- und Anziehen abrechnet, bleiben vielleicht gerade mal 30 Minuten übrig.“ Auch für Grit im Brahm ein unhaltbarer Zustand. Die Schulpflegschaftsvorsitzende kritisiert, dass „im vergangenen halben Jahr nichts passiert ist. Und diese Untätigkeit ist nicht akzeptabel“. Die Schulleitung bemühe sich zwar um sogenannte Bewegungszeiten auf dem Schulgelände, aber der Sportunterricht lasse sich einfach nicht kompensieren.

Christiane Roericht, stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft: „Im Sommer ist das Problem geringer, weil die Kinder dann den angrenzenden Wald nutzen können, aber im Winter ist alles extrem matschig und sie sitzen dann mit nassen und dreckigen Sachen im Unterricht“. Darum fordert Grit im Brahm, „dass unsere Kinder im kommenden Winter wieder Sportunterricht haben“.

Probleme auch für den KSV 70/86

Auch für den Kettwiger Sportverein 70/86 ist die Schließung der Schmachtenbergturnhalle ein Problem. Vorsitzender Horst Littmann: „Wir bieten dort insgesamt 19 Stunden pro Woche an. Das reicht von der Rückengymnastik, über Mutter-/Vater-Kind-Turnen, Frauengymnastik bis zu Trainingsstunden für die Trimmer und die Basketballer. Wir kommen klar, aber sicherlich nicht auf Dauer.“

Die Interimslösung: Gruppen wurden zusammengelegt, teilweise wird draußen trainiert und „die Sport- und Bäderbetriebe haben uns einige Stunden in anderen Hallen zugewiesen“, sagt Horst Littmann. In einem Brandbrief wird er sich noch in dieser Woche an Politik und Verwaltung wenden.

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