Tierschutz

Tierrettung: Löschteich in Schuir mit niedrigem Wasserstand

Mit Käschern wurden mehrere lebende und aktive Karpfen aus dem Löschteich in Essen-Schuir gerettet, in mobilen Bassins fortgebracht und andernorts artgerecht eingeteicht.

Mit Käschern wurden mehrere lebende und aktive Karpfen aus dem Löschteich in Essen-Schuir gerettet, in mobilen Bassins fortgebracht und andernorts artgerecht eingeteicht.

Foto: van Heesch

Essen-Schuir.  Friday for Fische – spontane Tierrettung in Schuir: Werdener Ratsmitglieder retten Fische aus einem Löschteich. Hier die Einzelheiten.

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Auf den telefonischen Hinweis der Tierschützerin Janine Gockel aus Schuir wurde die Tierschutzpartei Essen aufmerksam auf die Situation der Fische im Löschteich eines Reiterhofes in Schuir.„Der Teich weist durch die enorme Hitze der Sommer 2019 und 2018 erhebliches Niedrigwasser auf. War der Teich bislang immer wasserreich und bis zum oberen Rand gefüllt, hat er derzeit nur noch eine Wassertiefe von circa 20 cm, im wesentlichen bestehend aus Morast“, erläutert der Werdener Ratsherr Marco Trauten, Ratsgruppe Tierschutz/BAL.

Besucher des örtlichen Reiterhofs halfen mit

Im Löschteich, so die Tierschützer, lebt eine große Karpfenpopulation, die sich aufgrund der bisher günstigen Bedingungen dort entwickelt hat. Nun alarmierten Tierschützer die Tierschutzpartei Essen wegen des niedrigen Wasserstandes. Innerhalb weniger Stunden machte sich mit Genehmigung des Landwirtes, auf dessen Grund sich der Teich befindet, ein Einsatzteam der Tierschutzpartei Essen unter Leitung der Werdener Tierschützer Simone und Marco Trauten auf den Weg.

Besucher des örtlichen Reiterhofs halfen mit, die Fische zu bergen. Die Tierschützer mussten leider etliche tote Fische am trockenen Teichrand feststellen sowie lethargische Tiere im morastigen Restwasser. Die Tierrettung erwies sich durch die starke Verschlammung, tiefen Morast und Nichtschiffbarkeit des Teiches als durchaus schwierig. Mit Käschern wurden mehrere lebende und aktive Karpfen aus dem Teich gerettet, in mobilen Bassins fortgebracht und andernorts artgerecht eingeteicht.

Feuerwehr zur Teichnachfüllung eingeschaltet

„Es wurde sogleich Kontakt zur Feuerwehr aufgenommen, um den Teich zur Rettung der verbliebenen, nicht fangbaren Fische kurzfristig angemessen aufzufüllen“, so die Werdener Ratsfrau Elisabeth Maria van Heesch, Ratsgruppe Tierschutz/BAL. Die Tierschutzpartei Essen will in der kommenden Ratssitzung das Thema Situation von Fischbeständen in Löschteichen und städtischen Teichen zum Tagesordnungspunkt Anfragen von Ratsmitgliedern einbringen.

Neben dem Aspekt des Tierschutzes geht es auch um einen weiteren, äußerst wichtigen Punkt: In diesem Bereich des Schuirweges/Reiterhof befindet sich laut Anwohnern kein naher Hydrant. Der Löschteich ist daher im Brandfall von größter Relevanz für erfolgreiche Löscharbeiten der Feuerwehr. Dabei haben die Tierschützer neben Anwohnern und Gehöft natürlich auch die Pferde in den Stallungen des Reiterhofes im Blick – ein Brand ohne ausreichenden Löschwasserzugriff könnte hier eine Katastrophe werden..

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