Schule

THG-Theaterstück beschäftigt sich mit dem Thema Depression

Der Blick verschlossen: Tabea (l.) und Antonia spielen im Depressions-Theaterstück mit. Hintere Reihe: Hannah und Viktoria (Jgst. 12), Christina Friesen (THG), Jane Splet (Bündnis gegen Depression), Schulleiter Christian Koehn, Sandra Weste (THG) und Prof. Dr. Martin Schäfer (Bündnis gegen Depression).

Foto: Uwe Möller

Der Blick verschlossen: Tabea (l.) und Antonia spielen im Depressions-Theaterstück mit. Hintere Reihe: Hannah und Viktoria (Jgst. 12), Christina Friesen (THG), Jane Splet (Bündnis gegen Depression), Schulleiter Christian Koehn, Sandra Weste (THG) und Prof. Dr. Martin Schäfer (Bündnis gegen Depression). Foto: Uwe Möller

Essen-Kettwig.   Das Essener Bündnis gegen Depression feiert zehnjähriges Bestehen. Schüler des Kettwiger Gymnasiums führen dazu ein Theaterstück auf. Mehr dazu.

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Innere Zerrissenheit, schwere Betroffenheit, Verwirrung, eine seelische Krise – all diese Gefühle sind keine Frage des Alters. Auch junge Menschen können daran schon verzweifeln und in Depressionen verfallen.

Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums haben sich mit der Thematik beschäftigt – in Workshops, im Kunstunterricht und letztlich ist sogar ein Theaterstück entstanden: „Schwarz gesehen, rot geworden“. Die Premiere findet am Donnerstag, 14. Juni, im Rahmen einer Festveranstaltung in der VHS Essen statt.

Das Essener Bündnis gegen Depression begeht sein zehnjähriges Bestehen. „Das heißt zehn Jahre intensive Aufklärungsarbeit und Weiterbildung bei einer der größten Volkskrankheiten. Damit konnten wir die Versorgungsstrukturen in der Stadt verbessern“, sagt Prof. Dr. Martin Schäfer, zweiter Vorsitzender des Bündnisses.

Mit wenigen Requisiten

Über ihn kam der Kontakt zum Kettwiger Gymnasium zustande. Gemeinsam entstand die Idee, den Schülern zum einen das Thema Depression näherzubringen, zum anderen die Schule bei der Festveranstaltung mit einzubinden. „Es ist eine konstruktive Zusammenarbeit entstanden. Die Schüler haben viele eigene Ideen einbringen können, und das Theaterstück ist eine ganz großartige Leistung der achten Jahrgangsstufe“, ist Schulleiter Christian Koehn begeistert.

Erarbeitet hat das Stück Sandra Weste im Rahmen des Schwerpunkts Darstellen und Gestalten. Mit nur wenigen Requisiten werden die zehn Mädchen auf der Bühne agieren und anhand von Alltagsszenen zeigen, wie depressives Verhalten entstehen kann. „Es gibt einen roten Faden, skizziert wird ein Entwicklungsprozess“, erklärt die Deutschlehrerin. Tabea ist eine der Mitwirkenden: „Wir zeigen, wie man die Kontrolle verlieren kann, wenn die Depression Denken und Handeln bestimmt.“ Das Stück sei auch für sie eine Grenzerfahrung, ergänzt ihre Mitschülerin Antonia: „Man setzt sich sehr intensiv mit Gefühlen und Stimmungen auseinander.“

Unterschiedliche Stilmittel in der Kunst

Künstlerisch umgesetzt hat die Jahrgangsstufe 12 das Thema. Einige der entstandenen Werke werden ebenfalls in der VHS zu sehen sein. „Die Schüler haben unterschiedliche Stilmittel gewählt, um sich der menschlichen Psyche zu nähern und Stimmungen darzustellen“, so Kunstlehrerin Christina Friesen.

Eine kleine Belohnung für so viel Engagement hatte jetzt übrigens das Essener Bündnis gegen Depression bei einem Besuch mitgebracht: 1500 Euro gehen als Spende an den Förderverein.

>> Offene Generalprobe in der Schule

Die Theatergruppe lädt Mitschüler und Interessierte zu einer offenen Generalprobe des Stücks „Schwarz gesehen, rot geworden“ ein: am Dienstag, 12. Juni, um 19 Uhr in Raum 206 des THG, Hauptstraße 148.

Die Premiere findet am Donnerstag, 14. Juni, im Rahmen der Veranstaltung des Essener Bündnisses gegen Depression in der VHS Essen, Burgplatz 1, ab 19 Uhr statt.

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