Neueröffnung

Studio in Kettwig: Torsten Leukert bietet Fotokunst und mehr

Der Kettwiger Fotograf und Fotokünstler Torsten Leukert hat das Studio Drei an der Kirchfeldstraße eröffnet.

Foto: Kerstin Kokoska

Der Kettwiger Fotograf und Fotokünstler Torsten Leukert hat das Studio Drei an der Kirchfeldstraße eröffnet.

essen-Kettwig.   „Fürchtet euch nicht“ - so betitelt Torsten Leukert das Foto, das am Sonntag im Mittelpunkt eines Gottesdienst in der Kirche am Markt steht.

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Zu einem besonderen Gottesdienst lädt die Evangelische Gemeinde Kettwig am Sonntag in die Kirche am Markt ein. Kunst und Kirche – so lautet ab 10.30 Uhr das Motto. Und ein großformatiges Foto von Torsten Leukert wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

„Fürchtet euch nicht“ hat er es genannt. Es zeigt eine düstere Lichtung, eine Frau, die zu schweben scheint. „Die Pfarrerin Silke Althaus hat dieses Bild bei einer Ausstellung in Kettwig gesehen – und es hat ihr gefallen“, sagt der 49-Jährige. Aufgenommen wurde es in Oefte, und „man erzählt sich, das früher an diesem Ort – an einer Gerichtseiche – Menschen ihre vermeintlich gerechte Strafe fanden.“ Im Gottesdienst wird sich dazu ein Dialog entwickeln – zwischen Torsten Leukert und Silke Althaus. In diesem Gottesdienst wird auch der Saxophonist Remy Filipovitch zu Gast sein.

75 helle Quadratmeter

Torsten Leukert hat sich gerade als Fotograf neu aufgestellt, Anfang des Jahres das Studio Drei an der Kirchfeldstraße eröffnet. „Die Drei hat einen Hintergrund. Ich war schon in Berlin selbstständig, und dann – nur wenige Meter von hier entfernt – in anderen Räumen auf der Kirchfeldstraße.“ Jetzt hat er 75 helle Quadratmeter zur Verfügung. Die reichen für das volle Programm. An den Wänden hängt seine Fotokunst, mit der er schon auf zahlreichen Ausstellungen vertreten war.

Dann gibt es den Bereich, in dem er das Rundum-Paket vom biometrischen Passbild bis zum Hochzeitsfoto anbietet. Und da ist auch noch Platz für seine Kurse. Zum Beispiel Stadt.Land.Fluss. Er erklärt; „Das ist eine Wahrnehmungsschulung der alltäglichen Dinge. Ich mache mit den Teilnehmern einen kleinen Spaziergang und bitte sie, aufmerksam der Umwelt gegenüber zu sein.“ Da kann das Fotomotiv schon mal eine Flechte auf der Parkbank sein.

Genug von der Großstadt

„Ich will mit der Fotografie Freude machen und das auch weitergeben“, sagt Torsten Leukert. „Und dabei gibt es keine Wertigkeiten, denn es ist egal, ob ich ein Passfoto mache oder die Rinde eines Baumes fotografiere.“

Torsten Leukert ist in Heiligenhaus geboren, in Kettwig zu Schule gegangen. Er hat einige Semester Heilpädagogik studiert, einige Semester Fotografie. Gearbeitet hat er unter anderem für WAZ und NRZ, für den Spiegel und den Stern. Bei der Nachrichtenagentur dpa dann in Berlin ein Volontariat gemacht, war dort für andere Agenturen und Zeitschriften ständiger Gast auf der Bundespressekonferenz – und hatte irgendwann genug von der Großstadt.

Ein Mini-Haus mitten auf dem Land

Ein Zufall, eine Freundschaft und dann eine Liebe führten ihn zurück nach Kettwig.

Und hier hat er sich gut eingerichtet. Schäferhündin Judith ist immer an seiner Seite. Weite Reisen sind mit ihr nicht möglich, aber „schöne Dinge findet man auch hier“. Vielleicht ein kleines Grundstück, eine Wiese, eine Lichtung. Mitten auf dem Land. „Und dort dann ein Tiny House, ein Mini-Haus, aufstellen...“

Studio Drei, Kirchfeldstraße 10 in Kettwig, 02054/94 449 83. Öffnungszeiten: Mo und Di 9-13 und 15-18 Uhr, Mi 7.30 bis 14 Uhr, Do und Fr 9-13 und 15-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr.

Torsten Leukert restauriert auch historische Bilder. Dazu verwendet er unter anderem ein spezielles Papier. Für Kettwigs Hobby-Historiker: Auch von Negativen in jeder Größe kann er Abzüge machen.

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