Abschied vom Petershof

St. Peter und Laurentius nimmt Abschied vom Petershof

Mit einer Karnevalsfeier der kfd-Frauen verabschiedete sich die Gemeinde St. Peter und Laurentius vom Petershof. Rechts im Bild - und in der Bütt - Pfarrer Sven Goldhammer.

Foto: Christof Köpsel

Mit einer Karnevalsfeier der kfd-Frauen verabschiedete sich die Gemeinde St. Peter und Laurentius vom Petershof. Rechts im Bild - und in der Bütt - Pfarrer Sven Goldhammer. Foto: Christof Köpsel

Essen-Kettwig.   Die Kettwiger Gemeinde St. Peter und Laurentius nahm Abschied vom Petershof. Der Gebäudekomplex wird abgerissen, Seniorenwohnungen werden gebaut.

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Der Komplex Petershof wird abgerissen – bald beginnen an der Hauptstraße die ersten Vorabeiten. Am Montag hatte die Gemeine St. Peter und Laurentius noch einmal Gelegenheit, von einem Stück Kettwiger Kirchengeschichte Abschied zu nehmen. Mit der letzten Veranstaltung, der Karnevalssitzung der Katholischen Frauengemeinschaft, und einem anschließenden Empfang im Saal.

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier…“ -- so klang das bekannte Lied von Trude Herr gegen Ende der Sitzung. Besser hätte es die Stimmung nicht treffen können. Darin geht es ums Abschied nehmen. Und die Gelegenheit, „Tschüss“ zu sagen, nahmen viele Menschen aus der Gemeinde wahr. „Wir sind alle sehr traurig. Aber es ist sicherlich auch ein neuer Anfang“, sagt Roswitha Busenthür, Vorsitzende der Kettwiger kfd. Als klaren Schnitt bezeichnete es Ursula Müller-Baum, die lange Jahre die Gemeinschaft leitete: „Das war die letzte Sitzung. Wie, und ob es mit dem Frauenkarneval weitergeht, ist ungewiss.“ Viele der engagierten Frauen hören aus Altersgründen auf. So auch Sitzungsleiterin Helga Augart, die seit 1980 ihre jecken Mitbestreiterinnen durch den Karneval führte: „Ja, es ist traurig, aber es war ein stimmungsvoller Abend.“

Mit dem Abschied beginnt etwas Neues

Pfarrer Sven Goldhammer entschied sich zum Trost für eine Büttenrede, für die er viele Lacher erntete und verdeutlichte damit, dass mit dem Abschied auch etwas Neues beginne. Er dankte beim abschließenden Empfang der Restaurant-Pächterin: „Natascha Cekic hat den Petershof mit viel Liebe, Herzblut und Engagement geführt.“ Es gab anhaltenden Applaus und die 36-Jährige zeigte sich sichtlich gerührt. Der Petershof sei pulsierender Mittelpunkt der Gemeinde gewesen, erklärte sie, und sie dankte für die gemeinsamen drei Jahre.

Die Gastronomin prüft zurzeit Möglichkeiten für einen neuen Standort im Essener Süden.

Das Areal an der Hauptstraße 138 gegenüber dem Altenheim St. Josefshaus wird abgerissen, die Kirchengemeinde plant dort ein neues Zentrum und ist zugleich Bauherr. „Wir schaffen 28 seniorengerechte Wohnungen“, sagt Goldhammer. Dazu komme ein ebenerdiger, barrierefreier Pfarrsaal. Dieser wird laut Plan der Architekten mit beweglichen Wänden ausgestattet, dadurch entstehen drei Gruppenräume. „Praktisch“, meint der Pfarrer, „so können Kurse oder Veranstaltungen zeitgleich stattfinden.“

Barrierefreiheit ist klarer Pluspunkt

Ein klarer Pluspunkt sei die Barrierfreiheit, denn der Zugang zum alten Pfarrsaal in der ersten Etage war ohne Aufzug für viele Gemeindemitglieder beschwerlich oder nicht mehr möglich. Sven Goldhammer: „Zudem ist die geplante große Küche ein Zugewinn für das Gemeindeleben. Das kann ein neues Angebot für Kochgruppen bedeuten, etwa durch die Senioren am Vormittag oder die Pfadfinder am Abend.“

Der Biergarten und das Restaurant Petershof werden allerdings Vergangenheit sein.

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