Restaurant-Schiff Thetis

Seit 40 Jahren ist Detlef Horch Chef auf der „Thetis“

Detlef Horch am Bug des Restaurant-Schiffes „Thetis“. Die Schute liegt am Ufer des Kettwiger Stausees.

Foto: Tassos

Detlef Horch am Bug des Restaurant-Schiffes „Thetis“. Die Schute liegt am Ufer des Kettwiger Stausees. Foto: Tassos

essen-Kettwig.   Das Restaurant-Schiff „Thetis“ liegt am Ufer des Kettwiger Stausees. Vor 40 Jahren hat Detlef Horch den Betrieb von seinen Eltern übernommen.

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Seit 1952 hat sich die „Thetis“ nicht mehr von der Stelle bewegt – das Kettwiger Restaurantschiff fand damals seinen endgültigen Liegeplatz am Stausee. Und 1960 haben Elisabeth und Herbert Horch das Schiff gekauft und zu einem Restaurant umgebaut. Ein Gastroschiff ist es auch heute noch – und ein Anziehungspunkt für Stammgäste und Touristen.

Mittlerweile ist die dritte Generation der Familie Horch an Bord. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Detlef Horch gemeinsam mit seiner Frau Gisela den Betrieb. Das war vor 40 Jahren. Heute führt er den Betrieb gemeinsam mit seinem Sohn Pierre.

Kleine Feier am Neujahrstag

Am Neujahrstag hatte Detlef Horch zu einem kleinen Empfang auf die „Thetis“ geladen. Freunde, gute Gäste, die Familie – gefeiert wurde die langjährige und erfolgreiche Selbstständigkeit, denn die „Thetis“ ist Kult. „Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt noch weitere Gastroschiffe auf der Ruhr gibt“, sagt der 66-Jährige. „Und unser Schiff ist wirklich ein schwimmendes Restaurant – das merkt man bei starkem Wind.“

Ans Aufhören denkt er nicht. „Bis 80 mache ich weiter“, sagt er und lacht. „Das klappt gemeinsam mit meinem Sohn wunderbar. Und warum soll ich zu Hause auf der Couch rumsitzen...“ Auch seine Frau ist noch in Sachen „Thetis“ aktiv, denn „sie backt regelmäßig den Kuchen für unsere Gäste, und sie ist nach wie vor der ‘gute Geist’“. Mohnkuchen, Pflaumenkuchen, Mandarinen-Schmand, Apfelkuchen nach Omas Rezept...

Regionales und viel Fisch

Küchenchef beim Tagesgeschäft ist ihr Sohn. Pierre Horch ist Koch, hat im Sheraton gelernt, unter anderem auf Hugenpoet gearbeitet. Fisch ist seine Spezialität. Regionales und Saisonales steht im Mittelpunkt, aber „viele Gäste lieben auch unsere Pfannkuchen, und im Winter sind Waffeln der Renner“, weiß der 40-Jährige. Von seinem Imbiss Rad-Stop, den er vis-à-vis der „Thetis“ von 2008 bis 2014 betrieb, hat er die Currywurst mit aufs Schiff genommen. „Ich wäre gern auch dort am Promenadenweg geblieben, aber es wurde gebaut, und wir mussten weg“, erzählt er.

Pläne für die Zukunft der „Thetis“ haben die Horchs eine Menge. So soll in diesem Jahr noch erweitert werden. Innen sind es 60 Plätze, zur Stauseeseite und zur Landseite jeweils 40. Und auf der Grünfläche zwischen Schiff und Promenadenweg kommen noch weitere hinzu. Detlef Horch: „Das ist perfekt für die vielen Radfahrer, die hier entlang kommen.“

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