Dauerbaustelle Ruhrstraße

Ruhrstraße in Kettwig wird zur Dauerbaustelle

In diesem Bereich der Ruhrstraße werden voraussichtlich im Februar die Kanalarbeiten im Auftrag der Stadtwerke beginnen. Die Linde vor der ehemaligen Brückenschenke muss dafür gefällt werden.

In diesem Bereich der Ruhrstraße werden voraussichtlich im Februar die Kanalarbeiten im Auftrag der Stadtwerke beginnen. Die Linde vor der ehemaligen Brückenschenke muss dafür gefällt werden.

Foto: STEFAN AREND

essen-Kettwig.   Rund anderthalb Jahre wird in der Kettwiger Altstadt gebuddelt: Ab Februar lassen die Stadtwerke Essen in der Ruhrstraße neue Leitungen verlegen.

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Dauerbaustelle Ruhrstraße, Abschnitt zwei: Im westlichen Teil der Ruhrstraße, zwischen Am Mühlengraben und Corneliusstraße, werden die Stadtwerke Essen neue Versorgungsleitungen verlegen. Im Februar soll mit den Arbeiten begonnen werden – und voraussichtlich Mitte 2020 wird die Maßnahme beendet sein.

Nichts Neues für die Anwohner, denn im Oktober 2015 ging’s über viele Monate im östlichen Teil der Ruhrstraße in den Untergrund. Beim ersten Abschnitt wurden eine neue Wasserversorgungsleitung aus Stahl und eine Gasleitung aus Kunststoff im Erdreich versenkt.

Gemeinsame Verlegung ist nicht möglich

Um die aktuellen gesetzlichen Anforderungen an die Abwasserleitung und Regenwasserbehandlung zu erfüllen, ist in Abschnitt zwei die Erneuerung der Abwasserkanäle im Bereich Am Mühlengraben zwischen Meistersweg und der Kita St. Peter erforderlich. Außerdem müssen auf der Ruhrstraße zwischen Am Mühlengraben und Corneliusstraße die Gas- und Wasserversorgungsleitungen über eine Länge von rund 550 Metern erneuert werden. Dabei reichen die Arbeiten bis in eine Tiefe von 2,50 Meter. Die Stadtwerke teilen mit, dass „eine gemeinsame Verlegung der Leitungen mit dem Kanal technisch nicht möglich ist“.

In einem Gespräch vor Ort informierten sich Mitglieder der Bezirksvertretung IX bereits im Juni bei Stadtwerke-Planer Andreas Brembeck über die anstehende Maßnahme, und auch auf der Tagesordnung der nächsten BV-Sitzung findet sich das Thema wieder.

Verschiebung des Termins war problemlos

Einen wichtigen Punkt konnten die Politiker schon im Vorfeld entschärfen: Eigentlich sollten die Arbeiten bereits im November beginnen, aber „wir haben darauf hingewiesen, dass die Vorweihnachtszeit für die Kaufmannschaft sehr wichtig ist“, sagt Daniel Behmenburg, der als Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BV IX am Ortstermin teilnahm. Er lobt, dass „die Verschiebung des Termins problemlos möglich war“. Wichtig auch für die Aktion „Märchenstraße“, ein Projekt der Interessengemeinschaft Ruhrstraße, das in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal stattfinden wird.

Vorbildlich sei auch gewesen, „dass sich die Verantwortlichen zwei Stunden lang mit der Kaufmannschaft zusammengesetzt haben, um alle anstehenden Fragen zu beantworten“.

Alle Arbeiten in einer Hand

Daniel Behmenburg ist selbst Anwohner der Ruhrstraße und war von Abschnitt eins der Maßnahme direkt betroffen. „Auch damals hatten wir einen festen Ansprechpartner, der bei allen Problemen zu erreichen war.“ Probleme wird es voraussichtlich dieses Mal nicht geben. „Viele Leute haben sich damals beschwert, dass die Baustelle oft über einen längeren Zeitraum brach lag. Der Grund war, dass die Arbeiten an verschiedene Firmen vergeben wurden. Und da entstanden schon mal Leerzeiten. Jetzt sollen alle Maßnahmen in einer Hand sein“, sagt Daniel Behmenburg.

Da die Ruhrstraße zwischen Am Mühlengraben und Meistersweg extrem schmal ist, wird während der Arbeiten eine Vollsperrung notwendig sein. Ein Baum wird der Maßnahme zum Opfer fallen: Die Linde vor der ehemaligen Brückenschenke muss gefällt werden.

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