Gastronomie

Restaurant „Pamis“ bleibt im Alten Bahnhof Kettwig

Weiter gemeinsam für den Alten Bahnhof Kettwig (v.l.): Wolfgang Lettow, Lutz Erbslöh, Hartmut Ketteler (Vorstand IG Bahnhof), Janina Wendt, Betriebsleiterin, und Yannick Kiefer vom Restaurant „Pamis“.

Weiter gemeinsam für den Alten Bahnhof Kettwig (v.l.): Wolfgang Lettow, Lutz Erbslöh, Hartmut Ketteler (Vorstand IG Bahnhof), Janina Wendt, Betriebsleiterin, und Yannick Kiefer vom Restaurant „Pamis“.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Kettwig.  Zunächst standen die Zeichen auf Pächterwechsel im Alten Bahnhof Kettwig. Nun gibt es die „Rolle rückwärts“. Hier die Einzelheiten zum „Pamis“.

„Manchmal ist man auf einem guten Weg und merkt dann, dass es doch nicht der richtige ist, der zum Ziel führt.“ Genauso verhalte es sich mit dem Interessenten für die Gastronomie im Alten Bahnhof Kettwig, erklärt Wolfgang Lettow, erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft für den Bahnhof. „Einen neuen Pächter wird es nicht geben, das Pamis bleibt!“, stellt Lettow mit aller Deutlichkeit klar.

„Die Rolle rückwärts“ hat sich just erst am Dienstag (10. September) ergeben. Zwei Dinge seien parallel zusammengekommen, berichtet Michael Segeth, Inhaber des „Pamis“ im Bürger- und Kulturzentrum Alter Bahnhof Kettwig: „Wir als Gastronomiebetreiber konnten uns mit dem potenziellen Nachfolger nicht über die Abstandssumme einigen.“ Gleichzeitig habe am Vormittag der Vorstand der IG Bahnhof getagt – mit dem Ergebnis, „dass das Konzept des möglichen neuen Pächters doch nicht mit dem zusammenpasst, was wir wollen“, ergänzt Lettow.

„Wir machen weiter mit dem Pamis!“

So haben sich die IG Bahnhof und das „Pamis“-Team wieder gemeinsam an einen Tisch gesetzt und beschlossen: „Wir machen weiter mit dem Pamis!“ Das sei natürlich sehr überraschend angesichts der Signale, die noch in der Woche zuvor definitiv auf einen Pächterwechsel hindeuteten.

Wolfgang Lettow erklärt auf: „Das zunächst von dem Interessenten vorgestellte Restaurantkonzept klang sehr gut. Das zweite Konzept hingegen war das genaue Gegenteil.“ Der Interessent habe aus dem Bahnhof ein Edelrestaurant machen wollen mit dem Schwerpunkt auf dem abendlichen À-la-carte-Geschäft. „Unsere Veranstaltungen wären dabei hinten runter gefallen.“

Symbiose von Veranstaltungen mit der Gastronomie

Da man aber im Vorstand auf eine Symbiose von Kurs- und Kulturveranstaltungen mit der Gastronomie im Hause Wert lege, „hat das Konzept so nicht mehr funktioniert“, sagt Vorstandsmitglied Lutz Erbslöh. Schnell sei man sich im Vorstand einig gewesen, dass man das bisherige „Pamis“ erhalten wolle.

Auch Michael Segeth sieht einer weiteren Zusammenarbeit positiv entgegen. „Im ersten Quartal haben wir es wirklich schwer gehabt. Jetzt hat sich der Betrieb zufriedenstellend entwickelt.“ Man habe eine Zeit gebraucht, um herauszufinden, was an dem Standort gehe und was nicht. Mittagstisch und Sonntagsbrunch wurden daher wieder gecancelt. Auch sei die Personalfluktuation sehr hoch gewesen. „Seit gut zwei Jahren haben wir nun einen zuverlässigen Küchenchef.“

Besorgte Nachfragen von Gästen

Inzwischen hätten sich sogar feste Gruppen gebildet, die das Restaurant als Treffpunkt nutzten, erklärt Betriebsleiterin Janina Wendt. „Die waren nun ziemlich in Aufruhr, als sie von einem Pächterwechsel gehört hatten.“ Bange Nachfragen von Paaren, die schon schwarz für ihre im kommenden Jahr gebuchte Hochzeitsfeier sahen, erreichten Janina Wendt ebenfalls. Auch beim Brunnenfest, so Erbslöh, seien die IG-Mitglieder auf den Pächterwechsel angesprochen worden: „Die Leute können wir nun aber beruhigen: Alles bleibt beim Alten.“

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