Verkehrskonzept

Nachhaltige Verkehrslösung für Werdener Ortskern gefordert

Die Abteistraße wird laut Gutachten der LANUV durch das neue Verkehrskonzept stärker belastet.

Die Abteistraße wird laut Gutachten der LANUV durch das neue Verkehrskonzept stärker belastet.

Foto: Stefan Arend

Essen-Werden.   BI „Fließend Werden“ sieht im Entwurf lediglich die Interessen einer Gruppe, aber nicht die der Mehrheit der Einwohner vertreten. Ihre Argumente.

Die Bürgerinitiative „Fließend Werden“ begrüße die Einrichtung eines Ortsbusses mit einer Taktfrequenz von 20 Minuten, schreibt die Initiative in einer Stellungnahme. Es werde ein attraktives Angebot geschaffen, das zu einer Verkehrsentlastung beitragen könne. „Die teilweise Senkung der Taktfrequenz der Buslinie 169 lehnen wir ab, weil sie einer Entlastung entgegen steht.“

Bezug nehmend auf einen Leserbrief von Christian Fleischer von der Initiative „Rettet die Grünflächen“ Werden-Heidhausen vom 3. Februar schreibt „Fließend Werden“: „Leider wird in allen gutachterlichen Stellungnahmen übereinstimmend eine Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid berechnet. Die neueste Analyse des Landesamts für Umwelt- und Naturschutz sieht die Belastung sogar um zehn Prozent höher als bisher schon angenommen.“

Luftreinhaltemaßnahmen festlegen

Wichtig sei die Schlussfolgerung, die die Bezirksregierung ziehe: „Als Fazit bleibt festzustellen, dass für den Stadtteil Essen-Werden Luftreinhaltemaßnahmen festgelegt werden müssen, mit denen auch nach Umsetzung des Verkehrskonzeptes die Grenzwerte in absehbarer Zeit eingehalten werden können.“

Wenn also jetzt schon deutlich erkennbar sei, dass weitere Maßnahmen durch den Luftreinhalteplan nach Umsetzung des Verkehrskonzeptes erforderlich würden, sei auch klar, welche das sein werden: Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fahrverbote, macht die BI in ihrer Stellungnahme deutlich.

Problematik schon 2013 erkannt

„Pikant ist im Übrigen, dass aus einem uns vorliegenden Protokoll aus dem Jahr 2013 diese Problematik schon erkennbar ist. Dennoch wurde am Verkehrskonzept, ohne hierauf Rücksicht zu nehmen, festgehalten.“ Die Bürgerinitiative „Fließend Werden“ stehe allen Mitbürgern zur Beteiligung offen. „Wir sind daran interessiert, eine nachhaltige Lösung des Verkehrsproblems in Werden zu finden. Im jetzigen Entwurf sehen wir lediglich die Interessen einer kleinen Gruppe, aber nicht die der Mehrheit der Einwohner vertreten.“

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