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Mängel an der Fischlaker Schule: Eltern fordern Sanierung

Ein Beispiel für nötige Instandsetzung: eine kaputte Bank auf dem Gelände der Fischlaker Schule. Hier droht sogar Verletzungsgefahr.

Ein Beispiel für nötige Instandsetzung: eine kaputte Bank auf dem Gelände der Fischlaker Schule. Hier droht sogar Verletzungsgefahr.

Foto: Harald Margreff

Essen-Fischlaken.   Die Eltern der Fischlaker Schule listen der Bezirksvertretung Mängel auf: von kaputten Bänken bis zu maroden Toiletten. Das sagt die Verwaltung.

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Die Sanierung der Jungentoiletten in der Fischlaker Schule ist dringend notwendig – wann sie erfolgt, ist aber noch offen. Dieses Vorhaben sowie andere mögliche Investitionsmaßnahmen in der Grundschule standen auf der Tagesordnung der Mai-Sitzung der Bezirksvertretung IX.

Im März hatte sich Harald Margreff, Mitglied der Schulpflegschaft, in einem Schreiben an die Bezirksvertretung gewandt und auf verschiedene Missstände aufmerksam gemacht. Neben den Schultoiletten für die Jungen (die der Mädchen waren vor einigen Jahren renoviert worden) moniert er u.a. die Schalldämmung in der Pausenhalle. Der einzige Rückzugsort für die Kinder belaste diese: „Unter dem Lärm leidet die Konzentrationsfähigkeit“, schreibt Margreff.

Unterboden ist nicht geeignet

Das sieht die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen ganz anders: In ihrer Stellungnahme verweist sie darauf, dass der Lärmpegel nur temporär so hoch sei: „Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber – anders als für Klassenräume, in denen über einen längeren Zeitraum Unterricht stattfindet – für Pausenhallen keine Lärmschutzregelung getroffen.“ Die Stadt sehe keine Verpflichtung zur Nachrüstung bei der Pausenhalle.

Auch den Wunsch der Schulpflegschaft, ein abgebautes Klettergerüst wieder zu installieren, wird abgelehnt. An der Stelle sei der Unterboden zu schlecht. Immerhin: Ein neues Spielgerät auf einem anderen Teil des Hofes könne errichtet werden; eine geeignete Fläche sei vorhanden. Die Maßnahme koste, so die Verwaltung, 15 000 bis 20 000 Euro. Erst müsse die Finanzierung sichergestellt sein, dann wäre die Schulleitung in eine konkrete Planung einzubeziehen.

Bislang vergeblich Anträge bei der Stadt gestellt

„Die Schulleitung hat schon sehr viele Anträge gestellt, was die Instandhaltung betrifft. Es ist sehr mühsam und in den meisten Fällen ist kein Geld da“, sagt Harald Margreff, dessen Tochter in die erste Klasse der Fischlaker Schule geht. „Die Bezirksvertreter haben aber gut reagiert und den Handlungsbedarf erkannt. Ob sich etwas bewegt, wird man sehen.“

Sanierungsbedarf sei an allen Essener Schulen zu verzeichnen, „dann sollten aber auch alle Stadtteile gleichermaßen von dem Investitionspaket Gute Schule 2020 profitieren dürfen. Manchmal hat man den Eindruck, dass dem nicht so ist“, findet Margreff, der seit einem dreiviertel Jahr der Fischlaker Schulpflegschaft angehört. Gemeinsam mit dem Förderverein und der Schulleitung werde man nun Gespräche mit Grün und Gruga führen, um die Gestaltung des Schulhofes weiter voranzutreiben.

>> In das Sanierungskonzept aufgenommen

Die Immobilienverwaltung hat die Sanierung der Jungentoiletten in der Fischlaker Schule in das Sanierungskonzeptes für alle Schultoiletten aufgenommen.

Die Stadt Essen hat aus dem Paket „Gute Schule 2020“ ein Gesamtkreditkontingent über 81 411 736 Euro. Jährlich können bis zu 20 352 934 Euro in Anspruch genommen werden.

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