Löwental in Werden

Löwental in Werden: Stadt entscheidet sich für Kita-Neubau

Das ehemalige Flüchtlingsheim im Löwental wird abgerissen – dort soll eine Kita gebaut werden.

Das ehemalige Flüchtlingsheim im Löwental wird abgerissen – dort soll eine Kita gebaut werden.

Foto: STEFAN AREND

essen-werden.   Derzeit steht auf dem Gelände im Löwental ein leergezogenes Flüchtlingsheim. Die Stadt Essen will dort eine Kita bauen.

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Am vergangenen Montag führte Michael Bonmann noch letzte Gespräche mit Vertretern der Verwaltung – ohne das erhoffte Ergebnis. Jetzt steht fest: Die Stadt will auf dem Gelände im Löwental, auf dem das ehemalige Flüchtlingsheim steht, eine Kita errichten lassen. Keine gute Nachricht für den Bezirksbürgermeister der BV IX, der sich in der Vergangenheit immer wieder für ein Gesamtkonzept Löwental eingesetzt hatte und viel Entwicklungspotenzial für das Gelände sieht: „Ich bin aber letztendlich eingeknickt, damit dort überhaupt irgendetwas passiert.“

Gerade in den vergangenen Tagen kochte die Diskussion über die desolate Situation im Löwental erneut hoch. Verdreckte Liegewiesen, Ratten auf dem Gelände, fehlende öffentliche Toiletten – und immer wieder Parkraummangel. Michael Bonmann: „Ich habe der Verwaltung sogar Ersatzgrundstücke vorgeschlagen, aber da war nichts zu machen. Von meiner eigenen Ratsfraktion bekomme ich bei diesem Thema auch keine Unterstützung“, weiß der CDU-Politiker. „In der Septembersitzung werden uns die Pläne vorgestellt. Bis dahin werde ich die CDU-Fraktion in der BV davon überzeugen müssen – das wird schwer genug.“

Noch hat die Stadt weder

einen Investor noch einen Betreiber

Allerdings bleibe ihm eine Hoffnung: „Noch hat die Stadt weder einen Investor noch einen Betreiber für die Kita gefunden. Vielleicht geht ja dann alles wieder zurück auf Anfang . . .“

Ideen für eine Nutzung des Löwentals gab es in der Vergangenheit eine ganze Menge – so unter anderem den Plan des kürzlich verstorbenen Werdener Architekten Arnim Schmidt, in der exponierten Lage ein Sport-Hotel zu bauen – das „Val de Lion“.

Kita-Parkplätze auch für die Öffentlichkeit

Doch letztendlich wird sich der Verwaltungswille durchsetzen, denn schon im Rahmen einer Bürgerversammlung im April hatte Ilka Mees vom Jugendamt ernüchternde Zahlen genannt. In Werden stünden nur 83 Plätze für U 3-Betreuung zur Verfügung – „das sind gerade einmal 37 Prozent des gemeldeten Bedarfs“. Und besonders westlich der Ruhr würde dringend ein Kita-Standort benötigt.

Sollten die städtischen Pläne umgesetzt werden, hat Michael Bonmann „wenigstens versucht, für Werden noch etwas herauszuschlagen. So sollte das Thema ‘sanitäre Anlagen fürs Löwental’ bei der Planung unbedingt berücksichtig werden. Und die für die Kita vorgesehen Parkplätze müssen nach Ende der Betreuungszeit der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.“

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