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Kettwiger Museumsfreunde trauern um Hans Gerd Engelhardt

Hans Gerd Engelhardt, Gründungsmitglied der Kettwiger Museumsfreunde, ist gestorben. Zuletzt hatte er mit der Veröffentlichung des Buches „Stadtführung durch Kettwig vor der Brücke“ im August 2018 von sich reden gemacht.

Hans Gerd Engelhardt, Gründungsmitglied der Kettwiger Museumsfreunde, ist gestorben. Zuletzt hatte er mit der Veröffentlichung des Buches „Stadtführung durch Kettwig vor der Brücke“ im August 2018 von sich reden gemacht.

Foto: Carsten Klein

Essen-Kettwig.  Hans Gerd Engelhardt, Gründungsmitglied der Kettwiger Museums- und Geschichtsfreunde, ist gestorben. Ein Nachruf.

Die Kettwiger Museums- und Geschichtsfreunde trauern um ihr Gründungsmitglied Hans Gerd Engelhardt. Er starb nach längerer Krankheit im Alter von 85 Jahren.

Zuletzt hatte Hans Gerd Engelhardt mit der Veröffentlichung des Buches „Stadtführung durch Kettwig vor der Brücke“ im August 2018 von sich reden gemacht. Zusammen mit Verleger Peter Marx war er über ein Jahr lang auf Spurensuche im Stadtteil und legte auf 132 Seiten die Historie der Berschener, die geografisch schon zum Bergischen Land gehören, dar.

Museumsverein entstand aus VHS-Kurs

Der ehemalige Vorsitzende der Museums- und Geschichtsfreunde war begeisterter Heimatforscher, beruflich wie privat. Geboren wurde er in Ratingen. Er studierte Geografie und Deutsch, später machte er die Landesgeschichte zum Thema seiner mündlichen Doktorprüfung.

Hans Gerd Engelhardt hatte einige Zeit den Vorsitz der Kettwiger SPD inne, gab das politische Amt aber zugunsten der Historie auf. Er leitete von 1976 bis 1981 VHS-Kurse; daraus entstand der Verein der Museums- und Geschichtsfreunde.

Sammlung unzähliger Schaustücke

1990 richtete er das kleine Museum im Bürgerhaus an der Schulstraße ein, 1996 erfolgte der Umzug der Sammlung ins Rathaus. Unzählige Schaustücke und Dokumente hatte er im Laufe der Jahre gesammelt – und wusste zu jedem eine Geschichte zu erzählen.

Im März 2013 gab Engelhardt den Vereinsvorsitz an Günter Voss ab, blieb dem Verein aber weiter erhalten und veröffentlichte mehrere Bücher, u.a. die Chronik „Kettwig 1000+200“ mit Geschichtsdaten und den im Sutton Verlag erschienen Bildband „Kettwig“.

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