St. Peter und Laurentius

Kettwiger Gemeinde stellt Bauantrag für neuen Petershof

Der Petershof in Essen-Kettwig wird abgerissen – die Gemeinde St. Peter und Laurentius lässt dort ein neues Zentrum bauen.

Foto: STEFAN AREND

Der Petershof in Essen-Kettwig wird abgerissen – die Gemeinde St. Peter und Laurentius lässt dort ein neues Zentrum bauen. Foto: STEFAN AREND

essen-Kettwig  Schon im Februar könnte mit dem Abriss begonnen werden: Die Gemeinde St. Peter und Laurentius baut an der Kettwiger Hauptstraße neues Zentrum.

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. Pfarrer Sven Goldhammer ist die Vorfreude deutlich anzumerken: „Wir sind schon sehr weit.“ Der Neubau des Petershofs für die Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Laurentius kommt. Das Projekt macht große Fortschritte: Der Bauantrag wurde im Oktober gestellt, Abriss und Baubeginn könnte bereits im Frühjahr 2018 sein, Anfang 2020 wäre dann der neue Petershof bezugsfertig.

Aus einem Wettbewerb ging das Kölner Architektenbüro Halfmann als Sieger hervor, das die Bereiche Pfarrzentrum und Seniorenwohnungen geschickt zu verbinden wusste. Das neue Gemeindezentrum mit Büros und Sälen wird zu 70 Prozent vom Erzbistum Köln und zu 30 Prozent von der Pfarrgemeinde finanziert. Der Gebäudekomplex orientiert sich am benachbarten Gymnasium, lässt viel Freifläche hin zur Straße, ein Gemeindeplatz entsteht.

Vollständig barrierefrei wird der neue Pfarrsaal

Bisher mangelt es an passenden Versammlungs- und Veranstaltungsräumen, so Goldhammer: „Der alte Pfarrsaal ist in die Jahre gekommen und nur über Treppen zu erreichen. So schließen wir zum Beispiel Rollstuhlfahrer komplett aus und erschweren es Menschen mit Rollatoren. Es ist uns aber sehr wichtig, dass unsere Veranstaltungen zukünftig für alle zugängig sind.“ Vollständig barrierefrei wird der große durch bodentiefe Fenster mit Licht durchflutete Pfarrsaal zu erreichen sein. Der Saal ist in zwei oder drei separate Räume teilbar, dazu kommen noch ein Gruppenraum und eine Küche.

Doch es ist nicht nur dieses Gemeindezentrum, was Goldhammer so am Herzen liegt: „Bei der älteren Bevölkerung Kettwigs gibt es großen Bedarf an geeignetem Wohnraum.“ Daher wird der neue Petershof auch 28 seniorengerechte Wohnungen mit Tiefgarage anbieten. Die Gemeinde ist hier zu hundert Prozent Bauträgerin, die Refinanzierung soll über die Mieteinnahmen erfolgen. Einer Machbarkeitsstudie zufolge suchen alleinstehende Senioren oder Ehepaare selbstbestimmten Wohn- und Lebenskomfort auf gehobenem Niveau. Die hellen und barrierefreien Wohnungen können 50 oder 60 Quadratmeter groß sein, ihre Grundrisse sind modern geschnitten – mit großem Wohnraum, Schlafzimmer, Einbauküche, mit Balkon oder Terrasse, großzügigem Badezimmer. Pfarrer Goldhammer nennt ein weiteres Plus des neuen Komplexes: „Hier ist die Möglichkeit gegeben, unsere sozialen Dienste zu nutzen.“

Eine Abschiedsfeier im Pfarrsaal

Am 5. Februar findet eine Karnevalsfeier der KFD statt, danach gibt es ab 18 Uhr für die ganze Gemeinde die Chance, ihren ganz persönlichen Abschied zu nehmen vom alten Petershof.

Ein Problem gilt es aber noch zu lösen. Pfarrer Goldhammer und seine Mitstreiter suchen aktuell eine neue Bleibe für die Kleiderkammer, die sich seit mehr als 20 Jahren im ebenfalls abzureißenden Bruchsteingebäude befindet. Sven Goldhammer: „Das ist unsere ‚Boutique der Nächstenliebe‘ für Bedürftige mit einem ehrenamtlichen Superteam. Der Erlös kommt karitativen Organisationen zu Gute. Hier suchen wir neue Räumlichkeiten in Kettwig, sie müssen gut zugänglich, natürlich auch finanzierbar sein. Es gibt schon erste Angebote, aber das Optimale ist noch nicht dabei. Vielleicht können uns die Kettwiger hier helfen? Bitte bei mir unter 02054-5213 melden.“

Interessenten für das betreute Wohnen im Petershof können sich im St. Josefhaus näher informieren und bereits jetzt für die Anmietung einer Wohnung vormerken lassen.

Ansprechpartner ist der Verwaltungsleiter Matthias Paus, der telefonisch unter 02054/103087 zu erreichen ist.

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