Preiswürdig

Kettwiger Architekten erhalten Preis für die Rathausarkaden

Eine vollkommen neue Optik: Die Fassade des Wohn- und Geschäftshauses an der Schulstraße in Essen-Kettwig besticht nun durch ihre Erker. Die Ladenzeile hat außerdem einen Arkadengang. 

Eine vollkommen neue Optik: Die Fassade des Wohn- und Geschäftshauses an der Schulstraße in Essen-Kettwig besticht nun durch ihre Erker. Die Ladenzeile hat außerdem einen Arkadengang. 

Foto: Kirchner

Essen-Kettwig.  Das Kettwiger Architekturbüro Kirchner hat den „Award Deutscher Wohnungsbau“ bekommen. Preiswürdig ist der Umbau eines ehemaligen des Möbelhauses.

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Das Kettwiger Architekturbüro Kirchner wurde nun mit dem bundesweiten „Award Deutscher Wohnungsbau 2019“ ausgezeichnet – für ein Objekt, an dem die Kettwiger schon seit längerem mit großer Selbstverständlichkeit vorbeiflanieren und die Läden in der Passage nutzen: die Rathausarkaden.

Umbau des Traditionshauses an der Schulstraße

2013 hatte der Umbau des einstigen Möbelhauses Egemann begonnen, das Generationen von Kettwigern mit Möbeln eingerichtet hatte. „Wir hatten das Traditionshaus an der Schulstraße kurz vorher erworben, der Leerstand war nur kurz“, erinnert sich Architekt Hans Kirchner und berichtet von der Demontage aller Einbauten: „Übrig blieb nur das Stahlbetonskelett.“

Das Ziel: Ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten, das auch älteren Bewohnern durch Barrierefreiheit die Teilhabe am Geschehen mitten im Stadtteil ermöglicht.

Barrierefreiheit und andere städtebauliche Optik

Zwei neue Treppenhäuser mit Aufzug wurden eingebaut. Außenwände, Erker und die Gestaltung der Arkaden folgten. Im hinteren Bereich wurde eine Tiefgarage geschaffen. Ein Jahr später erinnerte nichts mehr an den einstigen Möbelhaus-Funktionsbau aus den 1960er Jahren. „Die Fassade fügt sich mit Arkaden und Erkern von der Optik her städtebaulich gut in das Rathausensemble ein“, findet Kirchner.

Gemeinsam mit Stephan Scholz, der seit Mitte 2019 das Architekturbüro Kirchner übernommen hat, freut sich der 65-Jährige über diese hohe Auszeichnung. „Der Preis bestätigt uns in unserem Bemühen und dem Feedback der Bürger und Bewohner, die das Objekt als Bereicherung und nachhaltige Verschönerung an diesem Standort empfinden“, sagt Kirchner, der bei dem Vorhaben auch als Projektentwickler verantwortlich zeichnet.

Preisgericht lobt Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes

Das Preisgericht würdigte nicht nur die gelungene Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes als modernes Wohn- und Geschäftshaus, sondern auch die komplexe Planung barrierefreier Wohnungen für Jung und Alt: Das überlieferte Erscheinungsbild weiche einer klassischen steinernen Fassade, die über eingefasste Fenster, Erker und Loggien den städtischen Charakter des Gebäudes unterstreiche und dem zentralen Marktplatz eine würdige Fassung gebe, urteilte das Preisgericht.

„Segensreich erweist sich auch die Neufassung der Sockelzone als Arkade, die nicht nur zum namensgebenden Charakteristikum wurde, sondern auch mit den Gebäuden der direkten Umgebung in Beziehung tritt“, heißt es in der Begründung.

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