Ruhrtalstraße

Kettwig soll Parkpalette neben dem Bahnhof bekommen

Auf diesem Schotterparkplatz an der Ruhrtalstraße in Essen-Kettwig könnte eine Parkpalette für 120 Fahrzeuge gebaut werden.F

Auf diesem Schotterparkplatz an der Ruhrtalstraße in Essen-Kettwig könnte eine Parkpalette für 120 Fahrzeuge gebaut werden.F

Foto: Christof Köpsel

essen-Kettwig.   Entspannung ist in Sicht: Der Verkehrsausschuss brachte den Bau einer Parkpalette neben dem Bahnhof an der Ruhrtalstraße auf den Weg.

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Eine Entspannung der schwierigen Parksituation am Bahnhof Kettwig ist in Sicht: Gestern brachte der Bau- und Verkehrsausschuss die Errichtung einer Parkpalette für 120 Fahrzeuge auf dem Schotterplatz an der Ruhrtalstraße auf den Weg. Die dafür benötigte Grundstücksfläche gehört noch der Deutsche Bahn-Netz AG. Nach Rücksprache ist aber ein Ankauf noch in diesem Jahr möglich.


Nach langer Diskussion fiel die Entscheidung einstimmig: Die Verwaltung wird jetzt die notwendigen Schritte in die Wege leiten und u.a. Fördermittel beantragen und die genauen Kosten der Maßnahme ermitteln. Voraussichtlich im September wird sich der Ausschuss wieder mit dem Thema beschäftigen.

Kettwiger Ratsherr Guntmar Kipphardt ist „heilfroh“

Bereits im Juni 2017 hatte der Kettwiger CDU-Rathsherr, Guntmar Kipphardt, Mitglied des Ausschusses, seine Idee präsentiert. „Und jetzt bin ich heilfroh, dass wir dieses Vorhaben auf den Weg gebracht haben.“

Zum Hintergrund: Durch den Bau zweier Flüchtlingsunterkünfte war 2016 einer von zwei Parkplätzen weggefallen – von einem Tag auf den anderen fehlten nicht nur den Pendlern, sondern auch den Nutzern des Alten Bahnhofs 100 dringend benötigte Stellplätze. Für die Gäste des Bahnhof-Restaurants „Pamis“ begann das gemütliche Abendessen auch oftmals mit der Suche nach einem Parkplatz.

Nur 32 Stellplätze für Bahnhofs-Nutzer

Fand zeitgleich dann auch noch einer der vielen Kulturveranstaltungen im Bürgerzentrum statt, war das Chaos perfekt, denn in unmittelbarer Nähe zum Bahnhofsgebäude stehen derzeit lediglich 32 Stellplätze zur Verfügung.

Verschärft wird die Situation noch durch die Tatsache, dass neben den Fußballern des FSV Kettwig und den Leichtathleten des LAC-THG mit den Assindia Cardinals auch künftig Essens Footballer die unweit des Alten Bahnhofs liegende Sportanlage für ihren Trainingsbetrieb und die Liga-Spiele der Jugendmannschaften nutzen werden.

Auch Seitenstraßen werden zugeparkt

Und auch dort ist die Parkplatzsituation äußerst angespannt. „Außerdem ist der Parkplatz dort in einem schlechten Zustand, ziemlich verwahrlost. Und wenn an den Wochenenden zu den Footballspielen dann noch bis zu 300 Zuschauer kommen, geht gar nichts mehr. Dann wird das neue Parkhaus eine gute Ausweichmöglichkeit bieten.“

Bislang sieht es so aus: Besonders an Wochenenden ist bei Großveranstaltungen im Alten Bahnhof die viel befahrene Ruhrtalstraße zwischen dem Bürgerzentrum und dem Sportplatz und in der anderen Richtung bis zur Straße an der Seilerei komplett zugeparkt – Mitarbeiter des Ordnungsamts sind dann im Dauereinsatz.

Dauerparker haben sich breitgemacht

Auch werktags werden zusätzliche Parkplätze für Entspannung sorgen – besonders bei den Pendlern, denn wenn die S6 mal planmäßig fährt, ist der Kettwiger Bahnhof Ausgangspunkt für viele Fahrgäste, die nach Düsseldorf oder Essen wollen. Die eigenen Plätze „schützt“ die IG Bahnhof seit einiger Zeit mit einer Beschilderung. Parken dürfen dort nur Besucher der Kurse oder die Gäste der Kulturveranstaltungen. Weil sich immer mehr Dauerparker dort breitgemacht hatten, musste die IG auch schon abschleppen lassen.

„Ich hoffe, dass das neue Parkhaus dann auch vielfältig genutzt wird“, sagt Guntmar Kipphardt. „Nötig ist es auf jeden Fall.“

Die vorläufigen Kosten:Variante eins: ebenerdiger Parkplatz mit 75 Stellplätzen. Variante zwei: Bei der Errichtung einer Parkpalette stünden 120 Stellplätze zur Verfügung.

Grobe Kosteneinschätzung: Parkplatz (inklusive Grunderwerb) ca. 450 000 Euro. Eigenanteil der Stadt bei einer Förderung von 90 Prozent beträgt 45 000 Euro. Die Parkpalette würde (inklusive Grunderwerbung und Planungsleistungen) 2,4 Millionen Euro kosten. Eigenanteil: 1,32 Millionen Euro.

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