Gastronomie

Junge Unternehmerinnen bieten gesundes Gesamtkonzept

Mette und Bille Jacobs in ihrem Cafe Better Break an der Grafenstraße.

Mette und Bille Jacobs in ihrem Cafe Better Break an der Grafenstraße.

Foto: STEFAN AREND

essen-Werden.  Ein leerstehendes Ladenlokal an der Grafenstraße hat neue Mieterinnen. Mette und Bille Jacobs haben im Januar dort das Better Break eröffnet.

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Der jüngste gastronomische Neuzugang ist der einzige seiner Art in Werden. Denn ein Deli gibt es im näheren Umkreis nicht – das Better Break an der Grafenstraße schließt die Lücke. Eine der weiteren Besonderheiten sind die Öffnungszeiten: Dort zählt das Tagesgeschäft, ab dem frühen Abend ist geschlossen.

Als Delis werden übrigens vor allem im angloamerikanischen Raum Feinkostgeschäfte mit zumeist integriertem Imbiss bezeichnet. In Deutschland sind es eher gehobene Snack-Bars beziehungsweise kleine Restaurants, immer mit der typischen Frische-Küche.

Sie suchen die berufliche Zukunft in Werden

Vieles in und an dem neuen Lokal ist besonders – sicherlich auch seine Betreiberinnen. Die Schwestern Mette und Bille Jacobs haben sich im Sommer vergangenen Jahres mit der Firmengründung von Better Break, von dem das Deli im Moment der wichtigste, aber nicht alleiniger Bestandteil ist, einen Traum erfüllt, den sie lange konsequent verfolgt haben. Und das in sehr jungen Jahren. Mette ist 27 Jahre, Bille 20 Jahre alt.

Die gebürtigen Werdenerinnen haben am hiesigen Gymnasium ihr Abi gebaut, sie wohnen auch in Werden und haben sich ganz bewusst entschieden, genau hier ihre berufliche Zukunft anzugehen.

Für kleine und mittelständische Unternehmen

Das Better Break-Gesamtkonzept ist ein ganzheitliches Gesundheitsprogramm für kleinere und mittelständische Unternehmen. Prävention durch Ernährung und Bewegung stehen im Vordergrund. „Wir gehen in Firmen und bieten vor Ort die gesunde Mittagspause an“, erläutert Mette Jacobs, „wir liefern dann leichtes und nahrhaftes Essen und Snacks und absolvieren mit den Mitarbeitern zudem ein kleines Sport- und Auflockerungsprogramm.“ So organisieren sie in einem Werdener Architekturbüro ein Jahr lang einmal im Monat einen Gesundheitstag.

Auch an „Omas Küche angelehnt

„Ganz so viele Firmen können wir im Moment nicht betreuen, da wir ja gerade erst den Laden eröffnet haben“, sagt Bille, die im Juni 2017 ihre Ausbildung zur Gymnastiklehrerin und Sporttherapeutin abgeschlossen hatte, „der erfordert im Moment unser ganzes Engagement.“ Täglich hat ihr Laden geöffnet, aber „irgendwann werden wir auch mal einen Ruhetag einführen“, sagt Mette, die sich während ihres Studiums in Hamburg für Delis begeisterte und die Idee mit nach Werden brachte.

Und in ihrem neuen Reich mit der modernen wie schnörkellosen und hellen Einrichtung, die von hellem Holz dominiert wird, wirbeln die umtriebigen Jacobs-Sisters aus Werden nun die gesamte Woche über.

Alternative zu Brötchen mit Wurst und Marmelade

Da werden zum Beispiel Quinoa-Salat mit Ofengemüse, Linsen-Zuccini-Gemüse, hausgemachte Suppen oder frisches Brot mit Dattel-Curry-Dip serviert, alles auch zum Mitnehmen. „Wir hatten schon immer Spaß daran, neue, gesunde Rezepte auszuprobieren, die auch ein wenig an Omas Küche angelehnt, aber eben nicht ausschließlich vegan sind“, erklärt Mette. So entstehen Kreationen wie Dattel-Curry-Dip oder Rote Beete-Hummus.

Und wie es sich für ein Deli gehört, werden diverse Smoothies angeboten, während Alkohol nicht im Programm ist. Jeden Sonntag gibt es ein süßes und ein herzhaftes Frühstück, „was natürlich schon eine Alternative zum üblichen Brötchen mit Wurst und Marmelade sein soll“, betont Bille. Unter der Woche springen immer mehr Leute morgens kurz rein, um sich das etwas andere Frühstück mitzunehmen. Doch zur Mittagszeit lassen sich die meisten Gäste in dem Lokal gegenüber des Werdener Gymnasiums nieder.

Better Break, Grafenstraße 12 in Werden.

Öffnungszeiten: montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr, samstags und sonntags, 10 bis 17 Uhr. Kein Ruhetag.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage unter betterbreak-gesundheitscoaching.de und bei Facebook.

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