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Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig besteht 20 Jahre

Die Gründungsmitglieder der Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig, Armin Rahmann und Wolfgang Lettow, erinnern sich noch gut an die Zeit der Gebäudesanierung – und sind stolz auf den Erfolg des Bürgerzentrums.

Foto: Christof Kšpsel

Die Gründungsmitglieder der Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig, Armin Rahmann und Wolfgang Lettow, erinnern sich noch gut an die Zeit der Gebäudesanierung – und sind stolz auf den Erfolg des Bürgerzentrums. Foto: Christof Kšpsel

Essen-Kettwig.   Die Gründungsmitglieder Armin Rahmann und Wolfgang Lettow berichten über den Umbau des Alten Bahnhofs Kettwig in ein erfolgreiches Kulturzentrum.

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Armin Rahmann kann sich noch gut erinnern. Damals, 1998, unterm Dach des Alten Bahnhofs Kettwig: „Alles war unverputzt, alt, staubig. Und es gab sage und schreibe vier Kamine.“ Die rührten von der Wohnung darunter, in der früher einmal der Stationsvorsteher untergebracht war, als der Bahnhof eben noch ein richtiger Bahnhof war und kein S-Bahn-Haltepunkt. Geheizt wurde mit Kohle, daher die Kamine.

An dieses Ambiente erinnert heute nichts mehr. Im Gegenteil. Moderne Kippfenster, ein blassblauer Anstrich, rustikale Balken und Kunst an den Wänden machen das Dachgeschoss zum Vorzeigeveranstaltungssaal des Bürger-, Sport- und Kulturzentrums im Stadtteil Kettwig.

Zu verdanken ist dies dem Engagement vieler Menschen, die sich im September vor nunmehr 20 Jahren in der Interessengemeinschaft (IG) Bahnhof Kettwig zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel: die Renovierung und Reaktivierung des denkmalgeschützten Gebäudes als Sport- und Begegnungszentrum. 2003 wurde der Alte Bahnhof nach fünfjähriger Renovierungsphase wieder eröffnet.

Kettwig-Koordinator war der Motor des Umbaus

Das 1873 eingeweihte Bahnhofsgebäude war zuvor gänzlich entkernt worden. „200 Langzeitarbeitslose waren als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme damit beschäftigt“, erläutert Wolfgang Lettow, wie Armin Rahmann Gründungsmitglied der IG.

Stadtteilkoordinator Peter Hoffmann sei dabei der unermüdliche Motor gewesen, der die Sanierung des Gebäudes vorangetrieben habe, sagt Lettow. „Der war ein richtiger Macher.“ Hoffmann habe auch die Baukosten stets im Blick gehabt. Diese wurden auf 5,4 Millionen DM geschätzt. „Wir haben sie nur um 1,4 Prozent überschritten, dank unseres Bauleiters.“

Land und Krupp-Stiftung förderten

Finanziert wurde der Umbau durch das Land NRW, die Denkmalstiftung und die Bezirksvertretung IX; die Krupp-Stiftung übernahm mit 500 000 DM die Entkernung der Immobilie. Für die im Übrigen die Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig per Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Essen von 2001 an für 25 Jahre verantwortlich ist.

Im April 2003 konnte dann das Konzept verwirklicht werden, das sich die 300 Mitglieder der IG vorgenommen hatten: Gastronomie, eigene Kurse, Vermietung und Wochenendveranstaltungen sollten von nun an den Alten Bahnhof beleben. Ein Konzept, das aufgegangen ist – trotz eines finanziellen Tiefs 2008. Lettow: „Heute besuchen pro Woche 1000 Menschen den Bahnhof. Wir haben allein 20 Rehasport-Kurse und zahlreiche Veranstaltungen, die Kettwigs Kulturleben bereichern.“ Das soll so bleiben – gerne auch über 2026 hinaus, finden Lettow und Rahmann.

>> IG feiert den Erfolg mit ihren Mitgliedern

Zum 20-jährigen Bestehen schenkt die IG Bahnhof Kettwig ihren Mitgliedern den Eintritt zu einem Konzert: Am 23. September tritt um 19.30 Uhr Ulla Meineke im Bahnhof auf. Mitglieder mögen sich bitte möglichst schnell bei der IG anmelden, bittet der erste Vorsitzende. Eine interne Festveranstaltung findet dann am 24. September ab 11 Uhr im Bahnhofsgebäude statt.

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