Gymnasium Werden

Gut gemacht: Werdener Gymnasiastin gewinnt Mathepreis

Die Werdener Gymnasiastin Anne Schuldt hat einen Mathepreis gewonnen – das gewonnene Geld legt sie für ihr Studium zurück.

Die Werdener Gymnasiastin Anne Schuldt hat einen Mathepreis gewonnen – das gewonnene Geld legt sie für ihr Studium zurück.

Foto: Kerstin Kokoska

essen-Werden.   In Mathe hatte Anne Schuldt schon immer gute Noten – jetzt gewinnt die 18-jährige Werdenerin sogar einen Mathematik-Wettbewerb.

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Stolz hält Anne Schuldt eine Urkunde in der Hand. Auf diesem Papier ist ihr der erste Platz im Fach Mathematik bescheinigt; ausgestellt von der Hans Riegel-Stiftung und der Heinrich Heine Universität Düsseldorf.

Die Schülerin des Werdener Gymnasiums setzte sich mit ihrer Facharbeit gegen 22 andere Bewerber im Fach Mathematik durch und überzeugte die Expertenjury der Düsseldorfer Universität mit ihren verschiedenen Zugängen zur Eulerschen Zahl.

Facharbeit ist 15 Seiten lang

Ganz schön kompliziert: Auf 15 Seiten erläuterte die 18-Jährige ihre Herleitung zu der in Mathematik und Wissenschaft bedeutenden Zahl, die nach dem Mathematiker Leonhard Euler (1707-1783) benannt ist.

Und ganz schön viel Arbeit: Über mehrere Wochen hat sie etwa 50 bis 60 Stunden in die Facharbeit gesteckt. „Ein bisschen Grundbegabung im Bereich Mathematik ist bei mir sicher vorhanden“, sagt Anne Schuldt ein wenig bescheiden. Mathe sei schon immer ihr bestes Fach in der Schule, aber: „Da steckt auch viel Fleiß und eine Menge Arbeit hinter.“

Sie sitzt nicht Tag und Nacht über ihren Büchern

Was aber nicht bedeutet, dass sie Tag und Nacht nur über ihren Büchern sitzt oder in jeder freien Minute mathematische Formeln auswendig lernt. „Ich unternehme auch ganz normale Dinge, die Mädchen in meinem Alter tun. Tennis spielen zum Beispiel oder mich mit Freunden treffen“, erzählt die Werdenerin.

Ihre Arbeit, mit der sie auf dem ersten Platz landete, war zunächst eigentlich „nur“ eine Facharbeit. Bis der betreuende Lehrer, Torsten Eickmann, eine glatte „Eins“ vergab und seine Schülerin anschließend darin bestärkte, diese herausragende Arbeit einzureichen. So kam es letztlich zur Teilnahme an dem Wettbewerb.

Fachpreise wurden für MINT-Fächer vergeben

Die Hans Riegel-Fachpreise werden für besondere Arbeiten in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) von Schülerinnen und Schülern aus ganz Nordrhein-Westfalen verliehen und sind mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 7000 Euro dotiert.

600 Euro davon gingen nun an Anne Schuldt. Viel Geld für eine Schülerin der zwölften Klasse. Für eine ausgedehnte Shoppingtour wird sie den Gewinn nicht nutzen, sondern es erst einmal zurücklegen. „Für mein Studium“, sagt sie.

Ein Mathematikstudium nach dem Abitur schließt sie nicht aus, es könnte aber eventuell auch Medizin werden. „Mein Bruder studiert Medizin, und immer, wenn er von seinem Studium erzählt, denke ich, dass das auch für mich in Frage kommen könnte“, so Anne Schuldt. Etwas Zeit hat sie noch, um zu entscheiden, wohin ihr Weg nach der Schule führen soll.

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