Werdener Tore

Gabriele Kaiser-Schanz eröffnet Atelier in Werden

Gabriele Kaiser-Schanz ist mit ihrem Atelier von Rüttenscheid nach Werden gezogen.

Gabriele Kaiser-Schanz ist mit ihrem Atelier von Rüttenscheid nach Werden gezogen.

Foto: Carsten Klein

essen-Werden.   Neuzugang in den Werdener Toren: Die Performance-Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz eröffnet am 3. November ihr Atelier an der Ruhrtalstraße.

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Noch fehlt das Hinweisschild am Eingang, und man muss suchen. Ein großer Hof an der Ruhrtalstraße, eine Schreinerei, die Räume des Vereins „kunstwerden“, daneben die Kochschule und der Feinkostenladen „lecker werden“ von TV-Koch Patrick Jabs. Und davor ein unscheinbarer Eingang. Treppen runter, dann einen Gang entlang – dort hat die Performance-Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz jetzt ihr Atelier.

Sie hat Bühnengestaltung, Textile Kunst, Bildnerische Erziehung und Bildhauerei in Graz, Wien und Düsseldorf studiert. In München ist sie geboren und lebt seit 2006 mit ihrer Familie in Kettwig.

Die Vernetzung findet außerhalb statt

Aus ihrem Atelier im quirligen Rüttenscheid ist sie vor einigen Wochen nach Werden gezogen, hat sich dort gut eingerichtet. Ein Raum zum Arbeiten, einen weiteren nutzt sie als Lager. In wenigen Tagen wird sie ihr Atelier dann auch offiziell eröffnen. „Mein altes Atelier hatte große Schaufenster. Dort konnte man nicht so konzentriert arbeiten. Hier fällt sofort die Ruhe auf.“ Ausschließlich zum Arbeiten will die 50-Jährige die Räume in Werden nutzen, denn „Ausstellungen wird es hier nicht geben. Die Vernetzung findet außerhalb statt.“

In Sachen Kreativität haben die Werdener Tore schon seit vielen Jahren eine Menge zu bieten. Das gesamte Gelände ist 19.600 Quadratmeter groß. Das sind zweieinhalb Fußballfelder. Hinter den Werdener Toren verbergen sich Automechaniker und Ärzte, da gibt es einen Boxclub, eine Modedesignerin und einen Klavierbauer, hier proben Bands und hier haben – neben Gabriele Kaiser-Schanz – weitere Künstler ihre Ateliers. Noch hat die Kettwigerin kaum Zeit gefunden, sich bei ihren Nachbarn bekannt zu machen, „aber gerade die Arbeit von ‘kunstwerden’ interessiert mich natürlich. Bei einer Ausstellungseröffnung war ich schon zu Gast.“

In ihrem Atelier arbeitet sie allein, zurückgezogen. Doch seit 2012 geht sie mit ihren aufwändigen künstlerischen Aktionen auch vor Publikum. „Das Leben als Kreislauf ist eines meiner Themen, aber auch Rituale. Und ich performe mich auch selbst.“

Die Natur steht Pate

Inspiration für ihre Objekte und Aktionen ist oftmals die Natur – so wie bei „Medusae“, die sie anlässlich des Skulpturenfestes am Moltkeplatz zeigte. Auch bei dieser Quallen-Performance stand die Natur Pate. „Bei näherer Betrachtung empfinde ich Quallen als mystische Wesen, die in der Vergangenheit wie auch als spacige Wesen der Zukunft leben könnten.“

Unzählige Ideen hat Gabriele Kaiser-Schanz im Kopf, viele Pläne. „Das Wichtigste ist für mich, dass ich mich weiterentwickele.“

Ateliereröffnung

Zur Atelier-Eröffnung lädt Gabriele Kaiser-Schanz am Samstag, 3. November, von 17 bis 22 Uhr ein.

Adresse: Tor 2 / Ruhrtalstraße 19a in Werden ein (Eingang Edelstahl-Design GmbH).

Alle weiteren Infos unter www.kaiser-schanz.de.

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