Verkehrssicherung

Essen-Kettwig: Politik kritisiert Optik der Hangsicherung

Zwischen Kettwig und Werden wurde an der Ruhrtalstraße im Jahr 2017 ein Felshang mit einer Stahldrahtkonstruktion durch eine österreichische Spezialfirma gesichert.

Zwischen Kettwig und Werden wurde an der Ruhrtalstraße im Jahr 2017 ein Felshang mit einer Stahldrahtkonstruktion durch eine österreichische Spezialfirma gesichert.

Foto: Herbert Höltgen

Essen-Werden.  Zwischen Kettwig und Werden wurde an der Ruhrtalstraße 2017 ein Felshang mit einer Stahldrahtkonstruktion gesichert. Das stieß auf Kritik.

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Als Dipl.-Ingenieur Christian Spang im Sommer 2019 die Bezirksvertretung IX über die anstehenden Sicherungsmaßnahmen an Felshängen informierte, regte sich unter den Politikern einiger Unmut. Das Ergebnis der Arbeiten wurde als „optisch nicht immer schön“ bezeichnet. Als Beispiel wurde der Hang an der Ruhrtalstraße zwischen Kettwig und Werden genannt. Der Felssporn sei so lange angebohrt worden, dass er ästhetisch„kaputt“ sei. Die Politiker bezweifelten, dass derart massive Eingriffe nötig seien.

Für mehrere Straßen an Hängen gilt Verkehrssicherungspflicht

Spang erläuterte, dass es eben öffentliche Flächen mit Hängen gebe, die der Verkehrssicherungspflicht der Stadt Essen unterliegen. Im Bezirk IX seien dies: Alte Bredeneyer Landstraße, Wilhelm-Bernsau-Weg, Laupendahler Landstraße, Ruhrtalstraße sowie Niederbergbahn-Radweg in Kettwig. Die bereitgestellten Mittel zur Absicherung hätten ein Volumen von 1 bis 1,5 Mio. Euro.

Firma hat eigene Naturschutzabteilung

Laut Spang befinden sich die Projekte im Spannungsfeld zwischen technischer Lösung, Naturschutz und Landschaftsbild. Es gebe eine eigene Naturschutzabteilung innerhalb der Firma. Überdies seien von Seiten der Stadt die Untere Naturschutzbehörde und Untere Wasserbehörde immer in die Entscheidung eingebunden.

In Einzelfällen (Bodendenkmäler), sei auch die Denkmalbehörde beteiligt. Das Ergebnis komme im Abstimmungsprozess zustande. „Sanftere“ Eingriffe bedeuteten Restrisiken, die unter Umständen Folgemaßnahmen verursachten, die alles verteuerten und für den Naturschutz wieder Eingriffe mit Beeinträchtigungen bedeuteten.

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