Stadtteilmarketing

EMG-Chef: Kettwig und Werden haben eine immense Bedeutung

Gut besucht ist die Werdener Altstadt beim Stoff- und Tuchmarkt mit verkaufsoffenen Sonntag.

Foto: Socrates Tassos

Gut besucht ist die Werdener Altstadt beim Stoff- und Tuchmarkt mit verkaufsoffenen Sonntag.

essen-Kettwig.   Richard Röhrhoff ist seit Januar der neue Chef der Essener Marketing GmbH (EMG). Jetzt war bei der Bezirksvertretung IX zu Gast.

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Über mangelnde Unterstützung durch die Essener Marketing GmbH (EMG) hatten sich Einzelhändler und Werbegemeinschaften im Essener Süden in der Vergangenheit häufig beklagt. Wie die Marschroute künftig aussehen wird, wollte die Bezirksvertretung IX vom neuen EMG-Chef Richard Röhrhoff wissen.

Und bei seinem Antrittsbesuch zur turnusmäßigen Sitzung des Ortsparlaments im Kettwiger Rathaus hatte er eine Menge Lob im Gepäck: „Baulich und gestalterisch sind Kettwig und Werden zwei schöne Stadtteile, die auch für die EMG eine immense Bedeutung haben.“

Deutlich auf die Qualität hinweisen

Derzeit besuche er fast täglich ein anderes Hotel in Essen, um zu erfahren, „was die Leute über ihre Stadt denken“. Und dabei werde ihm oft gesagt, dass der Ruhrtalradweg einen erheblich Mehrwert habe. Sprich: Der Radtourismus sorgt mehr und mehr für zusätzliche Übernachtungen und auch für gute Laune bei vielen Gastronomen.

Richard Röhrhoff: „Bei der Vermarktung dieser Stadtteile, den ‘Perlen an der Ruhr’, muss man noch deutlich mehr auf die Qualität hinweisen.“

Die IHK wird sich künftig auf

jeden Fall stärker einbringen

Er stellt aber auch klar, dass „ich uns in koordinierender Funktion sehe. Die IHK wird sich künftig auf jeden Fall stärker einbringen. Wir sind schon rein personell nicht für die Stadtteilentwicklung aufgestellt.“ Und in koordinierender Funktion kann die EMG auch lediglich für Kettwig und Werden aktiv werden – denn diese beiden Stadtteile sind sogenannte Mittelzentren. „Und laut Ratsbeschluss zur Aufgabenaufteilung sind wir nur für diese Mittelzentren zuständig. So steht es auch im Gesellschaftervertrag.“

Dass Stadtteile wie Bredeney und Heidhausen nicht in den Zuständigkeitsbereich der EMG fallen, stieß bei einigen Bezirksvertretern auf Unverständnis. Bezirksbürgermeister Michael Bonmann: „Ich habe mit dieser Aufteilung Probleme.“ Und BV-Kollege Stephan Sülzer mahnte an, „auch die anderen Stadtteile nicht außer Acht zu lassen“. Übrigens: Für Stadtteile, die nicht als Mittelzentren klassifiziert sind, ist in Essen die Ehrenamtsagentur der richtige Ansprechpartner.

Die richtigen Ansprechpartner gefunden

Die richtigen Ansprechpartner hat Richard Röhrhoff auch schon in den Werbegemeinschaften für Kettwig und Werden gefunden. „Wir stehen in engem Austausch. Wir wissen, dass wir die Mittelzentren stark halten müssen. Natürlich hat es auch dort Veränderungen gegeben, auch diese Stadtteile sind von den Folgen des Online-Handels betroffen. Er bleibt optimistisch: „Man muss auch die Chancen dieser Entwicklung sehen.“

So habe man bei der EMG die Idee, Fonds für die Mittelzentren aufzulegen. „Die Mittel daraus könnten dann als Anschubfinanzierung für Projekte dienen. Wir werden sicherlich in Zukunft Erfolge feiern – aber das wird dauern.“

Eines stellte Richard Röhrhoff klar: „Wir können Dinge anregen und anstoßen. Und wir können sie auch vermarkten. Wer mehr bestellt, muss auch dafür sorgen, dass wir dafür aufgestellt sind.“

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